Blog: Crazy America: Paparazzi zum Mieten

Blog: Crazy America: Paparazzi zum Mieten

Die Amerikaner lieben Celebrities. Wenn Britney Spears kleine Schwester schwanger ist, Paris Hilton vor den Richter soll, George Clooney eine neue Freundin hat oder ein gefeierter Baseball-Star sich vor einem Untersuchungsausschuss wegen vermeintlichen Steroidmissbrauchs in Widersprüche verzettelt, dann verdrängen diese Bilder sogar in den etwas seriöseren Nachrichtensendern die Immobilienkrise, den Irakkrieg oder den Hunger in Darfur.

In New York und Los Angeles machen Restaurants und Clubs gute Geschäfte mit dem Celebrity-Faktor. Wer dort Matt Damon oder Lindsay Lohan begegnet, erntet am nächsten Tag von Kollegen und Freunden bewundernde und neidische Blicke: “Wow, ja wirklich? Hat nur drei Tische weiter gesessen?” Dafür steht man auch gerne lange an und zahlt ohne mit der Wimper zu zucken 25 Dollar für einen Cocktail.

Wer selbst einmal das Blitzlicht-Gewitter-Gefühl erleben will, kann sich etwa bei Celeb4ADay seine eigenen Paparazzi mieten. Für 249 Dollar gibt es das A-List-Paket: drei aufdringliche Fotografen für eine halbe Stunde. Knapp 600 Dollar kostet das Superstar-Paket, mit vier Paparazzi, die während eines Stundenauftritts auch noch aufgeregt Fragen rufen, wenn die vermeintlichen Opfer bei einem Event aus der ebenfalls mitgelieferten Limousine steigen. Wer den Zirkus auf den Gipfel treiben will ordert das Megastar-Paket für 1499 Dollar: Sechs Fotografen für zwei Stunden, dazu ein Mensch, der die Fotografen beschimpft, weil sie ablassen sollen und ein Leibwächter, der den Weg freiräumt.  

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Ich hätte noch einen Vorschlag für eine Steigerung: Ein Rusell-Crowe-Double, das mit aussteigt und dann einen der Fotografen stilecht verdrischt. Damit kommt man dann vielleicht sogar in die echte Lokalpresse. Ansonsten müssen sich Möchte-Gern-Celebrities als Andenken an den VIP-Auftritt mit dem ebenfalls zu den Paketen gehörenden Titelseiten des Fake-Magazins “MyStar” begnügen. Immerhin: es scheint zu funktionieren. Leute, die die Show ausprobiert haben, sollen angeblich schneller in besonders begehrte Clubs gekommen sein, vorbei an der langen Schlange und an einem verdutzten Türsteher, der sich sicher fragt, wer das wohl ist. Fragt sich nur, wie lange die Muskelpakete in den schwarzen Anzügen auf den kleinen Betrug herein fallen.  

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