BMW : "Elektroauto wird schneller Normalität, als wir dachten"

BMW : "Elektroauto wird schneller Normalität, als wir dachten"

von Martin Seiwert

BMW hat seine Einschätzung zum Einsatz von Elektroautos korrigiert, nachdem die Ergebnisse weltweiter Alltagstests vorliegen.

„Wir haben erkannt: Elektrische Mobilität funktioniert schon heute im Alltag“, sagte Nicola Brüning, Leiterin des BMW-Büros in Berlin, der WirtschaftsWoche.

„Hürden, die wir vor dem Feldversuch gesehen haben, etwa die eingeschränkte Reichweite oder dass man ein kostspieliges Netz öffentlicher Ladestationen braucht, erscheinen uns heute unkritisch. Das Elektroauto wird schneller Normalität werden, als wir dachten.“

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Seit Sommer 2009 testet BMW weltweit insgesamt knapp 600 Elektroautos des Typs Mini E, 90 davon in Berlin und München. Die übrigen Fahrzeuge sind in den USA und Großbritannien unterwegs. Die Autos werden von Privatpersonen und Unternehmen im Alltagseinsatz getestet. Das Nutzungsverhalten wird elektronisch aufgezeichnet und von Mobilitätsforschern ausgewertet.

Es handelt sich dabei um den weltweit größten Test von Elektroautos.

Die Nutzung der Elektroautos und die der herkömmlichen Autos unterscheiden sich kaum

Gut ein Jahr nach Testbeginn hat BMW eine erste Bilanz gezogen.

Die Ergebnisse: Obwohl der Mini E kein serienreifes Elektroauto ist, sondern nur ein umgebauter Benziner, bei dem die Batterien die Rückbank und fast den gesamten Kofferraum ausfüllen, und obwohl es bisher kaum Infrastruktur für das Aufladen der Batterie gibt, waren die meisten Tester zufrieden, wie die WirtschaftsWoche berichtet.

Mehr als zwei Drittel konnten ihr Mobilitätsverhalten beibehalten – die begrenzte Reichweite von 150 Kilometer war für 90 Prozent der Fahrer ausreichend. Nur 25 Prozent waren auf öffentliche Ladestationen angewiesen, um das Auto ohne Einschränkungen nutzen zu können. Ein Vergleich mit der Nutzung herkömmlicher Autos (BMW Mini, BMW 1er) zeigte: Die Nutzung der Elektroautos und die der herkömmlichen Autos unterscheiden sich kaum.

Als nächsten Schritt vor der Einführung des Elektroautos Megacity Vehicle wird BMW den rein elektrischen Mittelklassewagen BMW ActiveE testen. „Von 2011 an gibt es nach dem Vorbild der Mini-E-Tests Erprobungsflotten des ActiveE in mehreren Ländern, zum Beispiel in den USA und in China“, kündigte Brüning gegenüber der WirtschaftsWoche an. Mit dem ActiveE wolle BMW die größte Schwäche des Mini E ausbügeln – den Platzmangel: Der Neuling ist ein Viersitzer mit normalem Kofferraum.

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