BMW-Vorstand Diess: "Fusion von Daimler und BMW ausgeschlossen"

BMW-Vorstand Diess: "Fusion von Daimler und BMW ausgeschlossen"

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ARCHIV - Die Kombo aus zwei Fotos zeigt oben Montagearbeiten in der Fertigungslinie des BMW-Werks Leipzig an einem 1er BMW (am 03.07.2007) und unten Mitarbeiter des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler im Werk Sindelfingen in der Fertigung der Mercedes C-Klasse-Fahrzeuge (am 25.01.2008). Für den Autobauer BMW kommt eine Fusion mit seinem Kooperationspartner Daimler auch nach dem Zusammenschluss von Volkswagen und Porsche nicht in Frage. «Die Welt braucht beide Marken, BMW und Daimler. Eine Fusion halte ich für ausgeschlossen», sagte BMW-Einkaufsvorstand Herbert Diess der «Wirtschaftswoche». Die beiden Hersteller arbeiten bereits beim Einkauf zusammen und wollen ihre Kooperation ausbauen.

Der Zusammenschluss von Volkswagen und Porsche könnte den Druck auf Daimler und BMW erhöhen, stärker als bislang zu kooperieren.

BWM-Einkaufsvorstand Herbert Diess erklärte im WirtschaftsWoche-Interview, dass die Zusammenarbeit ausgeweitet wird: "wir arbeiten bereits in Teilbereichen zusammen und werden das ausbauen.“

Einer Fusion der Unternehmen erteile er aber eine klare Absage: „Die Welt braucht beide Marken, BMW und Daimler. Eine Fusion halte ich für ausgeschlossen."

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Zur Zeit werde „ein gutes Dutzend“ Teile gemeinsam mit Daimler eingekauft, sagte Diess, und es würden immer mehr. „Wir treffen uns alle sechs Wochen, um die Zusammenarbeit zu vertiefen.“ Um Marken nicht zu beschädigen, könnten rund zehn Prozent der Teile gemeinsam beschafft werden. „Es ist auch mehr möglich, aber es wird dann schwieriger“, erklärte Diess.

Die Ersparnis liege durchschnittlich bei acht bis zehn Prozent pro Teil. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern wird ausgebaut: „Wir werden unsere Kooperationen in den kommenden Monaten ausbauen. Bei BMW ist ein naheliegender Partner Daimler, weil auch Daimler den Heckantrieb hat. Beim frontgetriebenen Mini kommen dagegen auch andere Partner infrage.“

Diess kündigte an, dass er die Vorgabe übertreffen werde, bis 2012 vier Milliarden Euro im Einkauf einzusparen. „2008 haben wir dreimal so viel eingespart, wie in den Jahren zuvor im Durchschnitt.“ Kritik von Zulieferern, dass der erhöhte Preisdruck sie in der Krise in existenzielle Nöte bringe, will Diess nicht gelten lassen: „Wir können nicht über unsere Preise die anderen Hersteller querfinanzieren.“

Mit Zulieferern, die von Hedgefonds gehalten werden, ging Diess hart ins Gericht. Viele Zulieferer befänden sich nicht wegen der Krise in Schwierigkeiten, sondern „weil sie zu wenig Eigenkapital haben, weil sie in den Händen von Hedgefonds sind.“

Er wolle nicht die Restrukturierungsleistung mancher Hedgefonds infrage stellen, sagte Diess. „Aber ich sehe, dass Firmen in den Händen von Finanzinvestoren viel stärker von der Insolvenz bedroht sind. Das muss nicht so sein: Zulieferer haben tendenziell eine viel höhere Rendite als die Autohersteller.“

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