Bodenschätze: Rohstoffklemme bedroht die deutsche Wirtschaft

Bodenschätze: Rohstoffklemme bedroht die deutsche Wirtschaft

Bild vergrößern

Mine von Rio Tinto

von Rüdiger Kiani-Kreß

Wenn die Rezession vorbei ist, müssen viele deutsche Industrieunternehmen fürchten, nicht genug Rohstoffe zu haben.

Noch quält sich die deutsche Wirtschaft aus der wohl schwersten Krise der vergangenen Jahrzehnte, da steht sie vor der nächsten Bedrohung: einer Rohstoffklemme. Spätestens wenn die aktuelle Rezession vorbei ist und der Aufschwung greift, müssen viele deutsche Industrieunternehmen fürchten, nicht genug Rohstoffe zu haben.

Einige Materialien sind bereits knapp, etwa die seltenen Erden, wie die raren High-Tech-Metalle heißen, die beim Bau von Elektroautos, MP3-Spielern und Windkraftwerken unentbehrlich sind.

Anzeige

Auch bei Allerweltsmaterialien wie Kupfer, Eisen und Aluminium könnte es eng werden. „Wenn wir nichts dagegen tun, „schrumpft unsere Industrie mit Millionen von Arbeitsplätzen und damit unser Wohlstand“, fürchtet Ulrich Grillo, Miteigentümer der traditionsreichen Grillo-Werke aus Duisburg und Leiter des Rohstoffausschuss beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin im Interview mit der WirtschaftsWoche. Die Preise von Kupfer oder Blei liegen schon wieder auf dem Niveau der Boomjahre 2006 und 2008.

Doch die Knappheit ist nicht die Folge der explodierenden Nachfrage, sondern vielfach das Ergebnis von Handelsbeschränkungen, Unternehmensfusionen und unlauteren Machenschaften bis hin zu Betrügereien, aber auch Naturschutz gefährden die Grundlage Zigtausender High-Tech-Jobs. Hauptübeltäter jedoch ist China, das auf diese Weise die eigenen Unternehmen fördert.

Rohstoffpreise

Rohstoffpreise

Bei den seltenen Erden, Metallen wie Lanthan oder Neodym, die in Elektroautos, Energiesparlampen oder Satelliten verbaut werden, kommt der Nachschub fast ausschließlich aus China, das derzeit 95 Prozent der Produktion kontrolliert und dieses Monopol weiter ausbaut.

Wie deutsche Unternehmen schon jetzt um ihre Rohstoffe gebracht werden und mit der Knappheit umgehen, berichten Betroffene von Schott, Daimler oder Knauf jetzt erstmals in der neuen Ausgabe WirtschaftsWoche (Heft 48 ab Montag am Kiosk).

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%