Branchenkonsolidierung: Verkauf deutscher Banken stößt europaweit auf Interesse

Branchenkonsolidierung: Verkauf deutscher Banken stößt europaweit auf Interesse

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Postbankzentrale in Bonn: Kaufinteressenten stehen Schlange

Europas Banker schielen auf Deutschland: Laut einem Medienbericht gibt es für Postbank, Citibank und Dresdner Bank Interessenten aus mehreren europäischen Ländern. Das Rennen um die deutsche Citibank ist bereits eröffnet. Für die Postbank sind bereits erste unverbindliche Angebote eingegangen.

Für die zum Verkauf stehenden Geldinstitute Postbank, Citibank und Dresdner Bank gebe es Interessenten aus mehreren europäischen Ländern, schreibt das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Finanzkreise. Bereits eröffnet sei das Rennen um die Düsseldorfer Citibank, die hierzulande Marktführer im Konsumentenkreditgeschäft ist.

Unter Berufung auf einen Investmentbanker schreibt die Zeitung,unter anderem seien die schwedische SEB sowie die französischen Institute BNP Paribas und Societe Generale an dem Deutschlandgeschäft der US-Bank Citigroup interessiert.

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Darüber hinaus werden auch der italienischen UniCredit Ambitionen nachgesagt. Deren Chef Alessandro Profumo hat aber nach der Übernahme der Rivalin Capitalia vorerst weiteren Zukäufen eine klare Absage erteilt. Interessenten haben bis kommenden Mittwoch Zeit, um unverbindliche Angebote abzugeben. Der Preis für die Citibank werde auf vier bis fünf Milliarden Euro geschätzt, heißt es in dem Bericht.

Sowohl BNP als auch die Societe Generale wären mit dem Erwerb der Citibank auf einen Schlag im größten Privatkundenmarkt Europas präsent. SEB und UniCredit sind zwar bereits in Deutschland mit Zweigstellen vertreten.

Für einen möglichen Verkauf der Postbank hat die Post dem Bericht zufolge bereits erste unverbindliche Angebote erhalten. Derzeit prüft die Post für ihre Beteiligung von 50 Prozent plus eine Aktie alle Optionen inklusive eines Verkaufs. Positive Signale kommen Insidern zufolge von der niederländischen ING, der spanischen Santander und Lloyds aus Großbritannien, heißt es. Dieselben Institute sind laut Bericht auch an einer Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner Bank interessiert.

Allianz-Chef Michael Diekmann hatte vergangene Woche gesagt, es gebe bereits Gespräche über eine Neuordnung der deutschen Bankenbranche, aber keine weiteren Details genannt. Alle beteiligten Institute wollten den Bericht nicht kommentieren oder waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar, schreibt die Zeitung.

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