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BrandIndex: DSL-Anbieter: Telekom-Konkurrenten werden unbeliebter

von Boris Hedde

Auf dem deutschen Breitbandmarkt herrscht ein harter Wettbewerb: Mit Kampfpreisen jagen sich die Anbieter gegenseitig Marktanteile ab. Dabei werden die Kunden zunehmend skeptischer, schreibt Boris Hedde von YouGovPsychonomics.

DSL-Anschluss der Deutschen Quelle: AP
DSL-Anschluss der Deutschen Telekom: Auf dem Markt für DSL-Anschlüsse herrscht ein harter Kampf um jeden Kunden Quelle: AP

Die Öffnung des Telekommunikationsmarktes hatte für die Deutsche Telekom einen massiven Kundenverlust zur Folge. Für die Telekom hat sich die Situation mittlerweile zwar wieder entspannt, doch auf dem Markt für Festnetz- und DSL-Anschlüsse tobt ein harter Kampf um die Kunden. Und so ist auch bei den Wettbewerbern von der anfänglichen Euphorie wenig übrig geblieben, denn die sinkenden Preise gehen zu Lasten der Gewinnmargen.

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Mit günstigen Preisen alleine geben sich die deutschen Verbraucher offenbar ohnehin nicht zufrieden. Nach den Ergebnissen einer Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex haben wichtige Konkurrenten der Deutschen Telekom deutlich an Beliebtheit verloren.

Vodafone ist beliebtester Anbieter

Davon besonders betroffen ist 1&1: Seit September des vergangenen Jahres sind die Imagewerte der Marke stark gesunken und erreichten im September 2009 einen Tiefststand von minus 20 BrandIndex-Punkten. In der ersten Jahreshälfte 2008 gehörte 1&1 mit bis zu 13 Punkten noch zu den beliebtesten DSL-Anbietern in Deutschland. Mittlerweile liegt das Unternehmen aus Montabaur in der Beliebtheitsskala sogar hinter dem Konkurrenten Alice.

Allerdings hat sich auch die zu Hansenet gehörende Marke in den vergangenen Monaten vergleichsweise schwach entwickelt und erreicht derzeit nur minus 12 BrandIndex-Punkte. Für den Mutterkonzern Telecom Italia kommt die aktuelle Schwäche der Marke besonders ungelegen, sie versucht derzeit Hansenet zu einem attraktiven Preis zu verkaufen. Als möglicher Käufer gilt der spanische Telefónica-Konzern, der mit der Marke o2 im deutschen Festnetzgeschäft derzeit nur einen geringen Marktanteil vorweisen kann, jedoch bereits stark positioniert ist.

Am beliebtesten unter den größeren Anbietern von Festnetz- und DSL-Anschlüssen ist derzeit Vodafone. Allerdings wurde ein Großteil dieser Produktsparte bis vor kurzem noch über die  aus Verbrauchersicht eher schwachen Marke Arcor vertrieben. Es wird sich in den nächsten Monaten zeigen, ob und wie die Imagewerte der bei Mobilfunkkunden bislang sehr beliebten Marke Vodafone auf die Integration der Festnetzsparte reagieren werden.

Deutsche Telekom entwickelt sich positiv

Überraschend positiv entwickelten sich in den vergangenen Monaten die gemessenen Imagewerte bei der Deutschen Telekom: Die Festnetz- und DSL-Marke T-Home ist zwar derzeit nach wie vor vergleichsweise schwach, aber die BrandIndex-Werte sind heute wesentlich besser als noch vor einem Jahr. Besonders beliebt ist die Marke in der Gruppe der über 50-jährigen Konsumenten.

T-Home dürfte vor allem davon profitieren, dass den Verbrauchern günstige Preise alleine als Kaufargument nicht mehr ausreichen. Obwohl die Preise in der Vergangenheit stetig gesunken sind, wird das Preis-Leistungs-Verhältnis im Falle von 1&1 und Alice immer skeptischer beurteilt. Bei T-Home hingegen ist in dieser BrandIndex-Dimension eine Steigerung zu beobachten. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Hinblick auf die Weiterempfehlungsbereitschaft der Konsumenten. Vor diesem Hintergrund dürfte eine starke Markenpositionierung in der Branche künftig an Bedeutung gewinnen und eine zentrale Rolle für die Verteilung der Marktanteile spielen. Kleinere Anbieter, wie etwa das schwedische Unternehmen TELE2, könnten dann besonders unter Druck geraten.

Die Untersuchung basiert auf einer BrandIndex-Analyse. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht der BrandIndex als forschungsbasiertes Tool zur Markenführung tagesaktuell Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

23 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.12.2009, 12:37 UhrAnonymer Benutzer: user

    als alternative gibt es für mich seit einem jahr nur das angebot von kabeldeutschland und da bin ich wirklich davon überzeugt. bisher keinerlei probleme. ich bin froh dass ich von der telekom weg bin.

  • 06.11.2009, 15:24 UhrAnonymer Benutzer: Kaluber

    ich habe letztes Jahr komplett zu 1&1 gewechselt. Anfang dieses Jahres fing 1&1 an beträge, welche letztes Jahr schon beglichen waren noch einmal einzuziehen.
    Während die Hotline das Problem erkannte und Ausgleich versprach, schienen andere Stellen von 1&1 das Problem auf ihre Art zu ignorieren. Nach einem Monat hab ich die
    Lastschrift zurückgeholt, worauf promt Zahlungsaufforderungen und Mahnungen kamen, -immer im krassen Gegensatz der Aussagen der tel. Hotline.
    Nach drei Monaten war dann das Problem endlich behoben. Nun ja, wenn so etwas öfter passieren würde, würde ich wahrscheinlich auch wieder zur Telekom gehen, die Preise sind dort inzwischen ja auch ok.
    Für mich war damals der Preisunterschied zur Telekom zu groß.
    in dem 1&1 Paket war eine 6000er, Flat-internet, Flat-Telefon, Simkarte mit Flat ins Festnetz und Fritz Homserver, enthalten. Und das für 29,95 EUR, Telekom 49,95 ohne Simkarte mit relativ simplen Speedportrouter.
    Das es bei dem Preis natürlich Abstriche beim Service geben würde war mir klar.

  • 04.11.2009, 22:48 UhrAnonymer Benutzer: Xavier

    Nur Hirngeschädigte wechseln ständig wegen 5-7 Euro vermeintlicher Ersparnis im Monat die Gesellschaft. Und kommen letztendlich wieder zur Deutschen Telekom zurück.

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