BrandIndex: Gastronomie: Fastfood-Branche profitiert von der Krise

BrandIndex: Gastronomie: Fastfood-Branche profitiert von der Krise

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Fastfoodketten gehören in der Krise zu den Gewinnern.

Während der amerikanische Einzelhandel massiv unter der aktuellen Konsumschwäche leidet, freuen sich die zahlreichen Fastfood-Ketten über höhere Umsätze und ein immer besseres Image, schreibt Boris Hedde von Psychonomics

Auch wenn in den USA derzeit nahezu alle Branchen von der Wirtschaftskrise betroffen sind, gibt es nicht nur Verlierer. Zu den Gewinnern der Krise zählen nicht zuletzt Anbieter von Fastfood wie der Branchenriese McDonald’s: Mit guten Umsätzen und einer positiven Aktienkursentwicklung überrascht das Unternehmen derzeit die Märkte.

Der wachsende Erfolg der Schnellrestaurants spiegelt sich auch unmittelbar in der Beliebtheit wider. Wie eine aktuelle BrandIndex-Analyse für die vergangenen Monate zeigt, profitierte in den Vereinigten Staaten nahezu die gesamte Fastfood-Branche von Imagesteigerungen.

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So stieg der BrandIndex-Wert der Marke Burger King seit September um mehr als 30 Prozent auf aktuell 33 Punkte. Der Indexwert des Konkurrenten McDonald’s stieg im gleichen Zeitraum sogar um mehr als 50 Prozent an, allerdings liegt die Marke mit derzeit lediglich 11 BrandIndex-Punkten weit hinter Burger King zurück.

Fastfood-Ketten in Krisenzeiten mit gutem Image

Die billigen Menüs der Fastfood-Ketten erfreuen sich offensichtlich gerade in Krisenzeiten einer wachsenden Beliebtheit und das nicht nur bei sozial schwachen Konsumenten: Insbesondere Personen mit mittlerem oder hohem Einkommen bewerten das Image der Fastfood-Marken nun deutlich besser.

Die für gesündere Produkte bekannte Sandwich-Kette Subway konnte im BrandIndex in den vergangenen Monaten hingegen kaum zulegen, sie befindet sich jedoch mit durchschnittlich 68 Punkten bereits auf einem sehr hohen Niveau und ist damit in den Vereinigten Staaten auch Imageführer.

Boris Hedde

Boris Hedde von psychonomics AG

In Deutschland ist man von amerikanischen Verhältnissen derzeit noch weit entfernt, denn bis auf wenige Ausnahmen haben hierzulande die meisten Anbieter von Fastfood ein vergleichsweise schlechtes Image. Auch die Rangfolge der beliebtesten Marken ist unterschiedlich: So ist der deutsche Marktführer McDonald’s mit durchschnittlich minus 10 BrandIndex-Punkten deutlich beliebter als Konkurrent Burger King, der lediglich minus 19 Punkte erreicht. Besonders schlecht schneidet im deutschen BrandIndex mit minus 37 Punkten die Kette Kentucky Fright Chicken ab.

Ähnlich wie in Amerika, aber auf schwächerem Niveau, gehört Subway mit im Schnitt 18 BrandIndex-Punkten zu den beliebtesten Anbietern der Deutschen, doch nach einem starken Einbruch im November haben sich die Werte mittlerweile aber auf nur noch rund 10 Punkte eingependelt. Die Marke liegt damit weit hinter der Fischrestaurantkette Nordsee, die hierzulande das beste Image hat.

Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein forschungsbasiertes Tool zur Markenführung. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht der BrandIndex weltweit tagesaktuelle Imageanalysen von Hunderten Marken aus verschiedensten Branchen.

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