BrandIndex: Image von Opel verschlechtert sich

BrandIndex: Image von Opel verschlechtert sich

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Die Entscheidung von General Motors, Opel doch nicht zu verkaufen verärgerte nicht nur die Bundesregierung: Auch die Verbraucher bewerten den Fall kritisch: Die Imagewerte der Marke Opel sind deutlich gesunken, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Als Anfang November bekannt wurde, dass Opel in der Hand von General Motors bleiben wird, war der Aufschrei groß. Monatelang hatten Politiker und Opel-Mitarbeiter für eine Übernahme durch Magna und die russische Sberbank gekämpft. Zwar möchte General Motors zunächst alle deutschen Werke erhalten, dennoch sollen viele tausend Arbeitsplätze abgebaut werden, größtenteils in Deutschland.

Die deutschen Verbrauer bewerten die neue Situation bei Opel ganz offensichtlich sehr kritisch: Einer aktuellen Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zufolge hat sich das Image von Opel in den vergangenen Wochen deutlich verschlechtert. Innerhalb kurzer Zeit sanken die Imagewerte um etwa 50 Prozent auf ein Jahrestief von nur noch 10 BrandIndex-Punkten.

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Verbraucher bewerten GM kritisch

YouGovPsychonomics-Marketingvorstand Holger Geißler

YouGovPsychonomics-Marketingvorstand Holger Geißler

In den Monaten zuvor zeigte sich die Marke Opel zeitweise sehr stark. Ein besonderer Erfolg: Die Qualitätswahrnehmung der Verbraucher hat sich seit Ende vergangenen Jahres sehr positiv und stabil entwickelt. In dieser Dimension konnte Opel sogar wichtige Konkurrenten wie Peugeot, Skoda oder Renault hinter sich lassen.

Doch nach Bekanntwerden der künftigen Eigentumsverhältnisse sind nun auch in dieser Dimension erste Verluste zu erkennen. Eine andere GM-Marke wird im Hinblick auf die Qualitätswahrnehmung von den deutschen Verbrauchern bereits seit längerem sehr skeptisch beurteilt: Chevrolet schnitt hier in den vergangenen Monaten besonders schlecht ab.

Grundsätzlich aber ist mittlerweile das Vertrauen der Verbraucher in die Automobilbranche weitgehend zurückgekehrt - branchenweit sind Imagezuwächse zu beobachten. Einige Marken dürften sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen: So erreichen Hersteller wie Volkswagen, Ford oder auch Toyota zum Teil wesentlich bessere BrandIndex-Werte als noch zu Beginn des vergangenen Jahres.

Audi ist beliebteste Automarke

Die Marken Lexus, Peugeot und Mercedes hingegen können keine größeren Zuwächse verzeichnen. Nach der teilweisen Verlagerung der C-Klasse-Produktion könnte das Image von Mercedes in den nächsten Wochen sogar verstärkt unter Druck geraten. Schon jetzt ist der Konkurrent BMW deutlich beliebter als der Stuttgarter Automobilhersteller.

Als beliebteste Automarke der Deutschen steht jedoch Audi im Marken-Ranking mit 82 BrandIndex-Punkten und deutlichem Abstand zur Konkurrenz nach wie vor klar an der Spitze. Am unteren Ende der Beliebtheitsskala stehen die südkoreanischen Marken Kia und Hyundai, aber auch die italienische Marke Fiat.

In Sachen Markenimage erholen konnte sich in den vergangenen Wochen die Sportwagenmarke Porsche: Nach dem offenen Machtkampf mit Volkswagen waren heftige Imageverluste entstanden. Von den sehr guten Werten, die Porsche zeitweise im vergangenen Jahr erreicht hatte, ist die Marke allerdings noch weit entfernt.

Die Analyse basiert auf dem BrandIndex. Dieses Tool zur Markenführung ermöglicht auf der Grundlage einer täglichen Befragung von 1000 Personen eine tagesaktuelle Imageanalyse von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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