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BrandIndex: Kunden raten von großen Privatbanken ab

von Holger Geißler

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise hat die Finanzbranche in Deutschland bei den Kunden massiv an Vertrauen verloren. Gerade jetzt werden für die Banken zufriedene und empfehlungsbereite Kunden immer wichtiger, schreibt Holger Geißler von YouGovPsychonomics.

Citibank Quelle: REUTERS
Citibank Quelle: REUTERS

Die aktuellen Probleme mit EC- und Kreditkarten kommen den Banken denkbar ungelegen: Nach den massiven Imageverlusten der Vergangenheit würde die Branche lieber endlich mit positiven Schlagzeilen für Aufmerksamkeit sorgen. Die heftigen Reaktionen in der Öffentlichkeit auf die aktuellen Probleme zeigen, wie sensibel die Deutschen sind, wenn es ums Geld geht.

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Verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen ist gerade für die Privatbanken ein Kraftakt, denn statt auf die Beteuerungen der Kreditinstitute verlassen sich die Verbraucher häufig lieber auf die Erfahrungen und Empfehlungen von Freunden, Verwandten oder auch von Nutzern auf Verbraucherportalen im Internet. Entsprechend rückt das Thema „Mund-zu-Mund-Propaganda“ für die Anbieter immer stärker in den Fokus.

Weiterempfehlung ist für die Banken sehr wichtig

Eine aktuelle Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGovBrandIndex offenbart nun, welche Kreditinstitute in Deutschland besonders empfehlungsfreudige Kunden haben. Neben dem Gesamtimage ermittelt der BrandIndex anhand einer täglichen Befragung auch die Weiterempfehlungsbereitschaft der Konsumenten.

Eine besonders hohe Weiterempfehlungsbereitschaft haben der Untersuchung zufolge derzeit die Kunden der Sparda-Banken: Mit aktuell 49 Punkten in dieser Dimension liegen diese genossenschaftlich organisierten Institute sogar knapp vor der privaten Direktbank ING-Diba, die in der Gesamtwertung das beste Image aller untersuchten Banken aufweisen kann.

Eine ebenfalls sehr hohe Bereitschaft zur Weiterempfehlung ist bei Kunden der Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken vorhanden: Mit 42 bzw. 43 Punkten gehören diese Institute offensichtlich ebenfalls zu den überzeugendsten Anbietern. Diese Banken gehören bislang auch zu den wenigen Anbietern, die im Rahmen der Finanzkrise keine Imageverluste zu verkraften hatten.

Kunden raten von großen Privatbanken ab

Ganz anders schneiden im Vergleich einige Privatbanken ab. So erreichen etwa Commerzbank, Deutsche Bank oder auch die schwedische SEB eine insgesamt negative Empfehlungsbereitschaft. Negative Empfehlungswerte bedeuten, dass ein größerer Teil der Befragten von einem Anbieter eher abraten als diesen empfehlen würde. Eine besonders negative Entwicklung ist mit Werten von unter minus 50 Punkten bei der Citibank und der HypoVereinsbank zu beobachten. Vor allem die Citibank hatte in der Vergangenheit immer wieder mit unzufriedenen Kunden im Segment der Geldanlage für negative Schlagzeilen gesorgt.

Überraschend positiv entwickelten sich in den vergangenen Monaten die Empfehlungswerte der Comdirect: Mit aktuell 17 Punkten schneidet sie derzeit sogar besser ab als die Postbank, die nur 9 Punkte erreicht.

Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

21 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.01.2010, 16:06 UhrAnonymer Benutzer: Bankerin/Spk

    ich finde es wirklich sehr traurig wie das berufsbild bankkaufmann/-frau in den letzten Monaten gelitten hat. ich kann für mich mit reinem Gewissen sagen, dass ich nicht zu diesen beschriebenen "beratern" zähle. Aber kann ich mir was davon kaufen? Nö, alle bankangestellte werden über einen Kamm geschoren und nicht nur die verarsch**n Kunden leiden darunter, sondern auch diejenigen die ihre Arbeit mit Verantwortung dem Kunden gegenüber machen.
    Diese Aufrufe zu Direktbanken zu wechseln versuche ich nachzuvollziehen, AbER ob es der richtige Weg in eine bessere Zukunft ist mag ich zu bezweifeln.
    Meine Tipps um nicht über den Tisch gezogen zu werden:

    1. bevor man 5 % als Zins für eine sichere Geldanlage verlangt, weil andere das ja auch anbieten, sollte man sich im Klaren sein, wie die derzeitige Zinssituation ist

    2. nur weil jmd (häufig eine fremde Person) sagt kaufen Sie das sollte man trotzdem wissen was man da kauft (Sie wissen gar nicht wie oft ich hier Kunden hatte, denen ich ersteinmal erklären musste, was sie da überhaupt alles haben)

    3. es ist bisher keiner zu spät gekommen, will heißen wenn ich mein Geld für z.b. 5 Jahre fest anlege sollte ich mir auch evtl. mal Zeit nehmen bevor ich eine Entscheidung treffe

    Nicht jeder Kunde lebt nach diesen "Regeln" aber Kunden die ich betreue/bERATE versuche ich diese aufzuerlegen.

  • 17.01.2010, 22:20 UhrAnonymer Benutzer: armdrann

    immer und immer wieder haben Sie mich belabert bei der Citibank. Eine richtige Drücker-bank ist das. ich war mehr mals angerufen worden bis ich schließlich dieses Zertifikat gekauft hatte. Aber hinterher ist man immer schlauer, besonders die Anderen, die die Situation nicht miterlebt haben. ich bin jetzt zu dem Schluß gekommen, das beste ist eine Direktbank. Da wird man wenigstens nicht beraten. ich habe insgesamt die Erfahrung gemacht, beratung ist eher ein Risiko, als das es einen hilft.

  • 13.01.2010, 00:36 UhrAnonymer Benutzer: ralf

    Die Citibank ist die letzte bank schlechthin.
    Kundenorientierung und damit Kundenzufriedenheit gleich Null.
    beschwert man sich, daß ein Auftrag nicht ausgeführt wurde, schalten die auf stur. berater lassen sich verleugnen und rufen nicht zurück.
    Auf schriftliche kritische Fragen und beschwerden bekommt man keine Antwort. Wendet man sich an höhere Stellen (z.b. bAFiN), dauert dies wochenlang (liegt an der Citibank) und danach bekommt man die information, es wäre wohl ein Versehen passiert.
    ich kann nur jedem raten, diese bank zu meiden.

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