BrandIndex: Mobilfunk: O2 und E-Plus verlieren an Sympathie

BrandIndex: Mobilfunk: O2 und E-Plus verlieren an Sympathie

Der starke Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt setzt die vier großen Anbieter weiterhin unter Druck. Mit niedrigen Preisen alleine geben sich die Kunden nicht mehr zufrieden, schreibt Boris Hedde von Psychonomics.

Der Preisverfall auf dem deutschen Mobilfunkmarkt macht den vier Netzberteibern immer mehr zu schaffen. Mit dem zusätzlichen Verkauf von DSL-Anschlüssen versuchen manche Mobilfunker deshalb neue Kunden zu gewinnen. Doch etablierte Festnetz- und DSL-Anbieter wie Alice bieten ihren Kunden nun auch günstige Handytarife und verschärfen so die Situation auf dem Mobilfunkmarkt zusätzlich.

Wie die Entwicklung im BrandIndex zeigt, leiden vor allem die beiden kleinen Netzbetreiber nun auch noch unter deutlichen Imageverlusten. Besonders schlecht lief es demnach für E-Plus: Seit April 2008 sackte der BrandIndex-Wert um etwa 50 Prozent ab und bewegt sich momentan bei rund acht Punkten.

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Vor allem die Discounter verlieren an Image

Auch der kleinste deutsche Netzbetreiber O2 musste im Laufe des vergangenen Jahres Imageeinbußen hinnehmen. Insgesamt betrachtet hatte O2 im Jahr 2008 unter allen Mobilfunkmarken zwar das beste Image, in der ersten Januarhälfte 2009 muss der Anbieter aber zumindest vorerst die Imageführerschaft an den Konkurrenten Vodafone abgeben. Nur noch etwa 20 Punkte erreicht O2 derzeit im BrandIndex, im zweiten Quartal 2008 waren es noch bis zu 26 Punkte.

Boris Hedde

Boris Hedde von psychonomics AG

Das Image von Vodafone entwickelte sich hingegen in den vergangenen Monaten positiv. Nach leichten Verlusten im September stiegen die Imagewerte bis Mitte Januar auf 21 BrandIndex-Punkte an. Auch T-Mobile, das zweite Schwergewicht auf dem deutschen Markt, konnte seine Beliebtheit bei den Deutschen steigern. Mit aktuell minus 15 BrandIndex-Punkten wird das Image der Marke zwar nach wie vor auffallend schlecht bewertet, im Vergleich zum durchschnittlichen Wert des Jahres 2008 ergibt sich jedoch eine Verbesserung von immerhin fünf Punkten.

Ein möglicher Grund für die positive Entwicklung von Vodafone und T-Mobile ist die zuletzt sehr emotionalisierte Unternehmenskommunikation. Dass es dem Kunden nicht mehr alleine um den Preis geht, belegt die Entwicklung der Discountmarken. Besonders enttäuschend entwickelte sich das Image des Telekom-Ablegers Congstar: Seit Oktober sanken die Imagewerte der Marke von bereits zuvor schlechten minus sechs BrandIndex-Punkten auf minus 13 im Januar. Congstar befindet sich damit auf ähnlichem Niveau wie T-Mobile.

Noch schlimmer trifft es Simyo, eine Discounttochter von E-Plus: Von 15 BrandIndex-Punkten im Februar ist die Marke innerhalb des vergangenen Jahres um mehr als 20 Punkte gefallen und befindet sich seitdem auf negativem Niveau. Immerhin: Bei dem von den Befragten bewerteten Preis-Leistungs-Verhältnis liegt Simyo nach wie vor an der Spitze, allerdings ist der Vorsprung zu O2, Nummer zwei in dieser Kategorie, gesunken.

Die Untersuchung basiert auf einer BrandIndex-Analyse. Der BrandIndex ist ein forschungsbasiertes Tool zur Markenführung. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht er eine tagesaktuelle Imageanalyse von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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