
Auch wenn das Einkaufen in der Vorweihnachtszeit für viele Deutsche eher mit Stress als mit Freude verbunden ist, geben viele Händler bei ihren Kunden ein gutes Bild ab - das zeigen die aktuellen Entwicklungen im BrandIndex. Im Vergleich zu den Vormonaten steigen die Imagewerte zahlreicher Marken in diesen Tagen deutlich an. Mit satten Zuwächsen in der Imagebewertung zählen vor allem die großen Elektronikdiscounter zu den bisherigen Gewinnern im Weihnachtsgeschäft.
Von durchschnittlich 40 BrandIndex-Punkten im September, stiegen die Indexwerte von Saturn in den vergangenen Wochen auf 44, die von Mediamarkt sogar auf 46 Punkte. Noch stärker konnte die Marke Promarkt profitieren: Die Indexwerte stiegen seit September um 40 Prozent und pendeln sich nun bei 24 BrandIndex-Punkten ein.
Auch die großen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof können mir ihren Weihnachtsangeboten bei den Kunden punkten. Während im September beide Marken im Schnitt noch rund 48 BrandIndex-Punkte erreichten, stiegen die Werte von Kaufhof zuletzt auf 52 und die von Karstadt sogar auf 53 Punkte - ein Plus von mehr als 13 Prozent.
Gemischtes Bild beim Textileinzelhandel
Ein gemischtes Bild zeigt sich hingegen im Textileinzelhandel: Zwar können Anbieter wie C&A oder auch der Textildiscounter Kik zum Teil beachtliche Zuwächse verzeichnen, das Image einiger Konkurrenten wird aber seit einigen Wochen deutlich schlechter bewertet. So verliert neben H&M vor allem die zum spanischen Inditex-Konzern gehörende Marke Zara in diesen Tagen einige Punkte im BrandIndex und schneidet nun mit nur noch 4 Punkten besonders schlecht ab.
Auch im Lebensmitteleinzelhandel können einige Unternehmen wie Lidl oder Real ihr Image steigern, allerdings in einem etwas schwächeren Ausmaß als Marken aus anderen Branchen. Die Indexwerte der Lebensmittelkette Kaiser’s hingegen sinken vergleichsweise stark von durchschnittlich minus 4 im September auf aktuell minus 8 ab. Damit gehört die Marke zu den schwächsten im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

Viele Baumärkte gehören ebenfalls zu den Imageverlierern im Vorweihnachtsgeschäft: Vor allem die Ketten Bauhaus, Hornbach und Praktiker verlieren im Vergleich zu den durchschnittlichen Werten aus dem Monat September an Boden. Die Indexwerte der Marke Praktiker sind in den vergangenen Wochen zusätzlich durch die negative Berichterstattung im Zusammenhang mit einem verlorenen Rechtsstreit unter Druck geraten.
Sehr aufschlussreich sind auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede im BrandIndex: Bei der Gruppe der männlichen Befragten ist die vorweihnachtliche Steigerung der Imagewerte in vielen Fällen deutlich stärker ausgeprägt als bei Frauen.
Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein forschungsbasiertes Tool zur Markenführung. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht der BrandIndex unter anderem eine tagesaktuelle Bewertung von über 500 Marken aus 20 Branchen.













