Breitband-Frequenzen: Bundesnetzagentur schottet Mobilfunkmarkt ab

 
Wegen dringender Wartungsarbeiten ist derzeit leider kein Login bei „Meine WiWo“ möglich. Als Folge stehen u.a. der Depotzugang und das Digitalpass-Angebot vorübergehend nicht zur Verfügung.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

KommentarBreitband-Frequenzen: Bundesnetzagentur schottet Mobilfunkmarkt ab

Bild vergrößern

Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur in Bonn

von Jürgen Berke

Mit der Entscheidung, nur die vier etablierten Mobilfunkbetreiber zuzulassen, wird die im April geplante Mobilfunkauktion zur Farce. Die Aktionäre können sich freuen.

Pessimisten hatten es schon vor Wochen prophezeit, doch richtig ernst hat die Warnungen niemand genommen.

Die Bundesnetzagentur hat soeben vier Unternehmen zu der seit langem erwarteten Mobilfunkauktion zugelassen und damit entschieden, dass sich auf der größten Frequenzversteigerung, die ab 12. April stattfinden soll, nur die vier etablierten Mobilfunkanbieter T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 gegenüberstehen.

Anzeige

Der Plan von Airdata, als fünfter Mobilfunkanbieter das Establishment herauszufordern, ist damit Makulatur.

Das Unternehmen wurde nicht zur Auktion zugelassen und darf erst gar nicht mitsteigern.

Netzagentur kickt Neulinge aus dem Wettbewerb

In den Zentralen der Mobilfunkbetreiber müssten jetzt eigentlich die Schampuskorken knallen.

Das gigantische Spektrum von 360 Megahertz können sie bequem unter sich aufteilen.

Die Auktion wird nahe der Mindestgebote in Höhe von rund 110 Millionen Euro enden. Und noch höher ist einzuschätzen, dass der lukrative deutsche Mobilfunkmarkt bis 2025 abgeschottet ist.

Kein Neuling wird das fest zementierte Gefüge durcheinanderwirbeln. Anders als in Frankreich, wo die dortige Regulierungsbehörde freigewordenes Spektrum zuerst an Marktneulinge vergibt und damit den Wettbewerb fördert, kickt die deutsche Bundesnetzagentur interessierte Neueinsteiger aus dem Geschäft.

Aktionäre können sich freuen

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, müsste jetzt eigentlich die Auktion absagen und die Frequenzen im Ausschreibungsverfahren vergeben. Denn eine Versteigerung soll nur stattfinden, wenn sich viele Bewerber um knappe Frequenzen streiten.

Das Gegenteil ist jetzt der Fall: Wenige Bewerber werden jetzt so üppig mit Frequenzen ausgestattet, das sie gar nicht alle gebrauchen können. Freuen können sich die Aktionäre der verbliebenen Unternehmen: Die Aktienkurse der vier Muttergesellschaften – Deutsche Telekom, Vodafone, die holländische KPN und die spanische Telefónica – müssten jetzt in die Höhe schnellen.

Denn so günstig bekommen die sonst so teuren Frequenzen nie wieder.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%