Briefdienstleister: PIN-Chef sieht Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland

Briefdienstleister: PIN-Chef sieht Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland

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Der angeschlagene Postdienstleister PIN soll unter der Regie des erfahrenen Sanierungsexperten Horst Piepenburg weiter arbeiten

Für den angeschlagenen Briefdienstleister PIN Group interessieren sich nach den Worten von Firmenchef Horst Piepenburg Finanzinvestoren und strategische Käufer aus dem In- und Ausland.

Für den angeschlagenen Briefdienstleister PIN Group interessieren sich nach den Worten von Firmenchef Horst Piepenburg Finanzinvestoren und strategische Käufer aus dem In- und Ausland.

Für das zum Axel-Springer-Konzern gehörende Unternehmen gebe es mehr potenzielle neue Geldgeber als er erwartet habe, sagte Piepenburg der "Süddeutschen Zeitung" (heutige Ausgabe). "Wir haben nur solche Interessenten in unsere Liste aufgenommen, die die ganze Gruppe kaufen würden", sagte der Sanierungsexperte Piepenburg laut Vorabbericht vom Dienstag.

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Mittlerweile befinden sich nach Firmenangaben 17 der insgesamt 91 PIN-Töchter im vorläufigen Insolvenzverfahren. Piepenburg zufolge sind in den kommenden Wochen weitere Insolvenzen unter den Tochterfirmen zu erwarten. "Es kann die Hälfte betreffen, zwei Drittel oder fast alle", sagte er. Auch eine Insolvenz der Luxemburger Holding wollte er nicht ausschließen. "Wenn es dazu kommt, streben wir eine Insolvenz in Eigenverwaltung an", erläuterte der Manager.

"Wir werden im ersten Quartal weiter deutschlandweit Post austragen und ich gehe davon aus, dass wir es auch noch länger tun werden", betonte Piepenburg. Zunächst müsse das verflochtene Firmenkonglomerat allerdings neu organisiert werden. Die Analyse der Unternehmensgruppe werde noch bis Ende des Monats dauern.

Mehrheitseigner Axel Springer hatte PIN den Geldhahn zugedreht, nachdem der Bundestag im Dezember einen Mindestlohn für Briefträger beschlossen hatte. Laut Springer lassen die Zusatzkosten durch den Mindestlohn PIN keine Chance, dem Branchenprimus Deutsche Post auf Dauer erfolgreich Konkurrenz zu machen.

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