Bundesdatenschutzgesetz: Wie Unternehmen jetzt noch Korruption bekämpfen können

Bundesdatenschutzgesetz: Wie Unternehmen jetzt noch Korruption bekämpfen können

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Bahn-Mitarbeiter. Verschärfte Regeln nach Mehdorns Datenskandal

Das neue Bundesdatenschutzgesetz in der Praxis – sechs Tipps für Unternehmen.

Die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes tritt am 1. September in Kraft. Sie stärkt die Stellung der betrieblichen Datenschutzbeauftragten, die künftig einen einjährigen Kündigungsschutz genießen, nachdem sie diese Funktion abgegeben haben.

Im Zentrum der Gesetzesnovelle steht der neue Paragraf 32, der den Umgang mit Daten von Arbeitnehmern in Unternehmen regelt. Deren Nutzung ist künftig noch stärker an den ursprünglichen Zweck gebunden, zu dem sie erhoben wurden – zum Beispiel das Geburtsdatum und die Adresse für die Personalverwaltung, die Kontonummer für die Gehaltsüberweisung. Zu anderen Zwecken dürfen persönliche Daten von Arbeitnehmern nur unter engen Voraussetzungen erhoben, verarbeitet oder genutzt werden. Das gilt auch für die Aufdeckung von Straftaten. Ein Arbeitgeber darf etwa Kontonummern nur dann für eine elektronische Überprüfung verwenden, wenn ein konkreter Verdacht auf eine Straftat vorliegt. Umstritten ist, inwieweit das Maßnahmen gegen Korruption verbietet.

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Der Grat ist schmal. Um Verstöße gegen das neue Gesetz zu vermeiden, hat das Deutsche Institut für Interne Revision (DIIR) in Frankfurt, die berufsständische Vertretung der Revisoren, Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Sie sollen den innerbetrieblichen Kontrolleuren helfen, trotz des strengeren Datenschutzes weiterhin unternehmensintern die Einhaltung von Regeln zu überwachen und Ermittlungen durchzuführen.

Die wichtigsten Schritte

DokumentierenWichtig ist laut DIIR, dass die Mitarbeiter der Revision bei einem elektronischen Datenabgleich (Screening) das Ziel der Aktion, Beteiligte und Vorgehensweise genau dokumentieren sowie Gegenstand und Umfang der Datenanalyse eindeutig eingrenzen.

Daten anonymisieren„Verwenden Sie bei der Datenanalyse so wenig personenbezogene Daten wie möglich und anonymisieren Sie diese“, rät das DIIR. Dabei werden etwa Kontodaten von Mitarbeitern und Kunden ohne Namensbezug abgeglichen. Tauchen auffällige Muster auf, die auf kriminelle Handlungen hinweisen, können die Daten dann konkreten Personen zugeordnet werden.

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