Bundesliga : FC Schalke 04: "Wir müssen Stars selber machen"

Bundesliga : FC Schalke 04: "Wir müssen Stars selber machen"

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Fußball-Bundesliga 13.Spieltag, Bayer 04 Leverkusen - FC Schalke 04 am Samstag (15.11.2008) in der BayArena in Leverkusen: Der Schalker Torwart Manuel Neuer (2.v.r) liegt geschlagen im Tor und die Leverkusener Patrick Helmes (l) und Arturo Vidal (2.v.l.) feiern das 2:0 durch Helmes.

Auch ohne erhoffte Mehreinnahmen aus dem Verkauf der TV-Rechte sei die Bundesliga wettbewerbsfähig, sagt Andreas Müller, Vorstand beim Fußballbundesligisten FC Schalke 04 im Interview mit der WirtschaftsWoche.

„Natürlich würde es uns gut tun, wenn wir einen Fernsehvertrag hätten, der ähnliche Erlöse wie in England oder Italien ermöglicht. Aber wir sind auch so wettbewerbsfähig. Die Einnahmen aus der Fernsehvermarktung sind nicht allein entscheidend.“

Stattdessen setzt der FC auf „Eigengewächse“. Müller: „Wenn wir keine Stars kaufen können, müssen wir sie selbst machen. Die Holländer zeigen doch, wie das geht. Wir müssen uns nur mehr anstrengen.

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Schalke macht das bereits. Wir haben in den letzten Jahren einige Jugendspieler in die erste Mannschaft geholt, aber wir stehen hier auch noch am Anfang.“ Zwar könne nicht komplett auf Spielerkäufe verzichtet werden, räumt Müller ein. Es müsse „gezielt“ zugekauft werden. Summen wie sie spanische und italienische Vereine zahlten, seien dabei aber nicht vorgesehen.

„Weil wir nicht dieselben Gehälter bieten können oder wollen“. Auch will der Verein seine Kasse nicht durch höhere Eintrittspreise füllen. FC-Schalke-Vorstand Peter Peters: „Eintrittspreiserhöhungen bedeuten, dass man die gleiche Ware teurer macht. Das geht nur begrenzt. Wir haben in den vergangenen Jahren die Preis leicht um zwei Euro erhöht, damit ist die Grenze des Möglichen erreicht.

Die Vereine müssen aufpassen, dass sie es nicht übertreiben. Wir dürfen den Fans nicht die Möglichkeit nehmen, beim Spiel dabei zu sein. Sonst machen wir die Basis kaputt.“ Schon jetzt seien die Fans an der Grenze der Belastung. „Mehr geht bei vielen nicht."

Das merken wir auch im Fan-Shop“, argumentiert Peters: „Wir haben im Merchandising, also im Geschäft mit Fanartikeln, einen leichten Umsatzrückgang. Der Grund liegt in der der Kaufzurückhaltung. Bei den Menschen sitzt das Geld nicht mehr so locker, gerade hier im Ruhrgebiet.“

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