Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber sagte der „Bild“-Zeitung (Freitag), er stehe für das höchste Staatsamt „definitiv nicht zur Verfügung“. Die CSU hat Schäuble zu ihrer Klausurtagung nach Wildbad Kreuth eingeladen. Dies sei „auf jeden Fall ein Zeichen unserer Wertschätzung“, sagte Stoiber. In der FDP wird davon ausgegangen, dass sich Union und Liberale vor der Wahl in Hamburg Ende Februar nicht mehr auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen werden. Die internen Gespräche der Parteispitzen von CDU, CSU und FDP sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Westerwelle vermutete, dass Koch mit seinem Vorstoß weniger die FDP als seine Parteivorsitzende Merkel treffen wollte. Die FDP ist nach den Worten Westerwelles auch bereit, mit der SPD über die Rau-Nachfolge zu sprechen. Die Initiative dazu müsse aber vom SPD-Chef und Bundeskanzler Gerhard Schröder ausgehen, sagte Westerwelle. In einem Brief an alle Parteimitglieder bekräftigte er die Kriterien für die Auswahl eines Kandidaten für das höchste Staatsamt: Er müsse „für unsere Bürger in Reformzeiten mit der Fähigkeit zur Meinungsführung für die notwendigen Veränderungen“ stehen und „ein Anker des Vertrauens“ sein.
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