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Burkina Faso: Schlingensiefs Operndorf mit Schule eröffnet

von dpa Quelle: Handelsblatt Online

Ein Teil seines Traums ist etwa ein Jahr nach seinem Tod wahr geworden: Mit einer Schule in der Nähe der Hauptstadt von Burkina Faso ist der erste Teil von Regisseur Christoph Schlingensiefs Operndorf eröffnet worden.

Der Regisseur Christoph Schlingensief, aufgenommen in Burkina Faso (Foto undatiert).Gut ein Jahr nach dem Tod Schlingensiefs wird jetzt zumindest ein Teil seines Traums wahr. Seine Witwe Aino Laberenz eröffnete unweit der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou eine Schule - der Einstieg in das Festspielprojekt. Quelle: handelsblatt.com
Der Regisseur Christoph Schlingensief, aufgenommen in Burkina Faso (Foto undatiert).Gut ein Jahr nach dem Tod Schlingensiefs wird jetzt zumindest ein Teil seines Traums wahr. Seine Witwe Aino Laberenz eröffnete unweit der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou eine Schule - der Einstieg in das Festspielprojekt. Quelle: handelsblatt.com

Etwa ein Jahr nach dessen Tod ist das von Christoph Schlingensief geplante Operndorf im westafrikanischen Burkina Faso mit einer Schule eröffnet worden. Die Witwe des Regisseurs, Aino Laberenz, dankte bei der Feier am Samstag in der Nähe der Hauptstadt Ouagadougou allen Unterstützern, dass sie den Glauben an die Idee ihres Mannes bewahrt hätten. „Leider ist Christoph nicht mehr hier, aber ich bin mir sicher, dass er jetzt irgendwo sitzt und zuguckt“, sagte die 30 Jahre alte Kostümbildnerin vor rund 500 Gästen.

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Auch der Kulturminister und die Bildungsministerin von Burkina Faso nahmen teil. Bildungsministerin Koumba Boly überbrachte die Grüße des Präsidenten: „Die Regierung wird alles tun, damit der Traum von Christoph Schlingensief weiterlebt.“

Die Schule ist der erste von insgesamt drei Bauabschnitten. Als nächstes soll eine Krankenstation folgen, zum Schluss das eigentliche Festspielhaus. Schlingensief, einer der wichtigsten zeitgenössischen Film-, Theater- und Opernregisseure, hatte das Operndorf als einen Schmelztiegel von Leben und Kunst geplant. Er starb im vergangenen Jahr an Krebs, nur wenige Monate nach der Grundsteinlegung. Seine Frau führt das Projekt mit einem Unterstützerteam fort.

Zu der Feier zeigte der Theateraktivist Wilfrid Bambara mit Künstlern und mehr als 70 Jugendlichen aus den umliegenden Dörfern das Projekt „Dodo Opera Connection“ - eine Mischung aus burkinischer Tanztradition und zeitgenössischer Aktionskunst.

In der Schule werden in den kommenden sechs Grundschuljahren jeweils 50 einheimische Jungen und Mädchen aufgenommen. Neben dem normalen Unterricht gibt es auch Film-, Kunst- und Musikklassen, die den Kindern Freiraum für eine künstlerische Entfaltung geben sollen. Unterstützt wird das Projekt vom Auswärtigen Amt, der Kulturstiftung des Bundes und dem Goethe-Institut.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 10.10.2011, 22:09 UhrAnonymer Benutzer: KNUT MÜLLER

    Das Operndorf ist die beste Aktion die Schlingensief je gebracht hat. Respekt! Werde ich mir in 1 oder 2 Jahren mal anschauen.

  • 10.10.2011, 21:53 UhrAnonymer Benutzer: EuroSkeptiker

    vorab gilt: De mortuis nil nisi bene

    aber ansonsten: da hat jemand seinen Fitzcarraldo-Egotrip ausgelebt

    man hätte mit dem Fördertöpfen ja auch ein normales Entwicklungsprojekt aufziehen können, wäre aber nicht so medienträchtig gewesen, nicht wahr ?

    aber vielleicht sinnvoller ?

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