
Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Dan Bartlett, sagte, der Präsident werde bei seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag erklären, dass die US-Streitkräfte zu einer Invasion des Iraks bereit stünden. Der EU-Beauftragte für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, plädierte wie zahlreiche andere führende Politiker dafür, den UN-Waffeninspekteuren mehr Zeit für ihre Arbeit im Irak zu geben. Auch der britische Premierminister Tony Blair sprach sich in der BBC dafür aus, schränkte aber ein: „Ich glaube nicht, dass sie Monate brauchen werden, um herauszufinden, ob er (Saddam Hussein) kooperiert oder nicht.“ US-Außenminister Powell äußerte sich jedoch skeptisch. „Mehr Zeit wofür? Was werden wir in zwei oder drei Monaten wissen, angesichts des höchstwahrscheinlich unkooperativen Verhaltens des Irak?“ sagte er der „Financial Times“. Irak: USA wollen Kontrolle über das Öl Der Irak kündigte für den Fall eines Angriffs entschiedenen Widerstand an. „Wir werden nicht unsere andere Wange hinhalten. Wir werden erbittert kämpfen“, sagte der Vorsitzende der irakischen Nationalversammlung, Saadun Hammadi, am Samstag in Neu Delhi. Er warf den USA vor, ihr eigentliches Ziel sei die Kontrolle über die irakischen Ölfelder. Der irakische Präsident Saddam Hussein beriet am Sonntag mit den Spitzenvertretern seines Regimes über die jüngste Entwicklung. An der Sitzung nahmen der Revolutionäre Kommandorat und die Führung der regierenden Baath-Partei teil. Die beiden Chefinspekteure für den Irak legen am Montag den mit Spannung erwarteten Bericht dem Sicherheitsrat in New York vorlegen. Ungeachtet des Kriegskurses der USA sowie des Mangels an aktiver Kooperation des Iraks mit den UN wollen Hans Blix und Mohammed el Baradai für eine Fortsetzung der Suche nach Massenvernichtungswaffen plädieren. USA wollen Irak auch ohne UN-Zustimmung angreifen Nach Angaben aus dem Beraterstab von Blix wird der Bericht der Inspekteure bei aller Kritik und Forderungen nach aktiver Zusammenarbeit an die Adresse Bagdads keine Rechtfertigung für einen Militärschlag liefern. Die USA gaben zu erkennen, dass sie die Inspektionen nur noch für einige Wochen zulassen wollen. US-Außenminister Colin Powell erklärte vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Washington sei bereit, den Irak auch ohne ausdrückliche Zustimmung der UN anzugreifen. Powell sagte am Sonntag, die USA würden den Bericht genau prüfen und sich mit den anderen Ratsmitgliedern beraten. „Wir wollen nicht überstürzt handeln“, versprach er. „Aber die Zeit ist knapp.“ Der irakische Staatschef Saddam Hussein „muss die Wahrheit sagen, und er muss sie jetzt sagen“. Die Chefinspekteure machen in ihrem Bericht deutlich, dass Bagdad in den vergangenen Wochen zwar alle Kontrollen zugelassen, aber kaum etwas für die Klärung des Verbleibs von früher bekannt gewordenen illegalen Waffenarsenalen getan habe. Aufmarsch am Golf verläuft langsamer als geplant Bundesaußenminister Joschka Fischer mahnte bei Besuchen in Istanbul, Kairo und Amman, der Irak habe „keinen Spielraum mehr für Taktik und Ausweichmanöver“. Nur eine volle Kooperation mit den UN könne verhindern, dass die Tür für eine friedliche Lösung der Krise geschlossen werde. In Deutschland demonstrierten am Samstag in Köln rund 10 000 Menschen gegen einen drohenden Irak-Krieg. Kleinere Kundgebungen gab es unter anderem vor dem NATO-Stützpunkt für AWACS-Aufklärungsflugzeuge in Geilenkirchen bei Aachen. Die „Washington Post“ zitierte einen US-Regierungsbeamten mit den Worten, mehr Zeit für die Inspektionen bedeute keinen Kurswechsel. Es werde etwas verlängert, „das nie (zeitlich) begrenzt war“. Pentagon-Quellen zufolge haben sich die USA auch deshalb zu der Haltung durchgerungen, weil der Aufmarsch am Golf langsamer verlaufe als vorhergesehen. Es habe den Anschein, als könnten die US-Streitkräfte ohnehin erst im März für einen Militärschlag einsatzbereit sein.

Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Dan Bartlett, sagte, der Präsident werde bei seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag erklären, dass die US-Streitkräfte zu einer Invasion des Iraks bereit stünden. Der EU-Beauftragte für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, plädierte wie zahlreiche andere führende Politiker dafür, den UN-Waffeninspekteuren mehr Zeit für ihre Arbeit im Irak zu geben. Auch der britische Premierminister Tony Blair sprach sich in der BBC dafür aus, schränkte aber ein: „Ich glaube nicht, dass sie Monate brauchen werden, um herauszufinden, ob er (Saddam Hussein) kooperiert oder nicht.“ US-Außenminister Powell äußerte sich jedoch skeptisch. „Mehr Zeit wofür? Was werden wir in zwei oder drei Monaten wissen, angesichts des höchstwahrscheinlich unkooperativen Verhaltens des Irak?“ sagte er der „Financial Times“. Irak: USA wollen Kontrolle über das Öl Der Irak kündigte für den Fall eines Angriffs entschiedenen Widerstand an. „Wir werden nicht unsere andere Wange hinhalten. Wir werden erbittert kämpfen“, sagte der Vorsitzende der irakischen Nationalversammlung, Saadun Hammadi, am Samstag in Neu Delhi. Er warf den USA vor, ihr eigentliches Ziel sei die Kontrolle über die irakischen Ölfelder. Der irakische Präsident Saddam Hussein beriet am Sonntag mit den Spitzenvertretern seines Regimes über die jüngste Entwicklung. An der Sitzung nahmen der Revolutionäre Kommandorat und die Führung der regierenden Baath-Partei teil. Die beiden Chefinspekteure für den Irak legen am Montag den mit Spannung erwarteten Bericht dem Sicherheitsrat in New York vorlegen. Ungeachtet des Kriegskurses der USA sowie des Mangels an aktiver Kooperation des Iraks mit den UN wollen Hans Blix und Mohammed el Baradai für eine Fortsetzung der Suche nach Massenvernichtungswaffen plädieren. USA wollen Irak auch ohne UN-Zustimmung angreifen Nach Angaben aus dem Beraterstab von Blix wird der Bericht der Inspekteure bei aller Kritik und Forderungen nach aktiver Zusammenarbeit an die Adresse Bagdads keine Rechtfertigung für einen Militärschlag liefern. Die USA gaben zu erkennen, dass sie die Inspektionen nur noch für einige Wochen zulassen wollen. US-Außenminister Colin Powell erklärte vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos, Washington sei bereit, den Irak auch ohne ausdrückliche Zustimmung der UN anzugreifen. Powell sagte am Sonntag, die USA würden den Bericht genau prüfen und sich mit den anderen Ratsmitgliedern beraten. „Wir wollen nicht überstürzt handeln“, versprach er. „Aber die Zeit ist knapp.“ Der irakische Staatschef Saddam Hussein „muss die Wahrheit sagen, und er muss sie jetzt sagen“. Die Chefinspekteure machen in ihrem Bericht deutlich, dass Bagdad in den vergangenen Wochen zwar alle Kontrollen zugelassen, aber kaum etwas für die Klärung des Verbleibs von früher bekannt gewordenen illegalen Waffenarsenalen getan habe. Aufmarsch am Golf verläuft langsamer als geplant Bundesaußenminister Joschka Fischer mahnte bei Besuchen in Istanbul, Kairo und Amman, der Irak habe „keinen Spielraum mehr für Taktik und Ausweichmanöver“. Nur eine volle Kooperation mit den UN könne verhindern, dass die Tür für eine friedliche Lösung der Krise geschlossen werde. In Deutschland demonstrierten am Samstag in Köln rund 10 000 Menschen gegen einen drohenden Irak-Krieg. Kleinere Kundgebungen gab es unter anderem vor dem NATO-Stützpunkt für AWACS-Aufklärungsflugzeuge in Geilenkirchen bei Aachen. Die „Washington Post“ zitierte einen US-Regierungsbeamten mit den Worten, mehr Zeit für die Inspektionen bedeute keinen Kurswechsel. Es werde etwas verlängert, „das nie (zeitlich) begrenzt war“. Pentagon-Quellen zufolge haben sich die USA auch deshalb zu der Haltung durchgerungen, weil der Aufmarsch am Golf langsamer verlaufe als vorhergesehen. Es habe den Anschein, als könnten die US-Streitkräfte ohnehin erst im März für einen Militärschlag einsatzbereit sein.





















