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Callcenter in Türkei: Deutscher Telekom droht neuer Fall von Provisionsbetrug

von Jürgen Berke

Dem Unternehmen droht ein neuer Fall von Provisionsbetrug. Dubiose Callcenter in der Türkei verkaufen in großem Stil Festnetz- und Mobilfunkverträge.

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Vor fast genau einem Jahr ging Telekom-Chef René Obermann mit Abmahnungen, Kündigungen und Strafanzeigen gegen Vertriebspartner vor, die illegal Callcenter in der Türkei für die Kundenakquisition einsetzten und ihnen Zugriff auf die Kundendaten gewährten. Jetzt starten offenbar einige der damals untergetauchten Anbieter unter neuem Namen ein Comeback. Nach Informationen der WirtschaftsWoche sind wieder mehrere Callcenter in der Türkei als Subunternehmer aktiv, um Kunden für die Telekom, aber auch für andere Anbieter zu gewinnen. Das Datenschutzrecht verbietet aber die Verarbeitung von Kundendaten außerhalb der EU.

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Einer der Anbieter erweckt auf seiner Web-Seite sogar den Eindruck, er sei Vertriebspartner der Telekom-Tochter T-Home sowie von Vodafone, Alice und dem Bezahlsender Sky. Auch die Logos von E-Plus, Versatel, Congstar, Freenet und Tele 2 stehen auf der Startseite. Insider schätzen, dass Callcenter in der Türkei derzeit zwischen 3000 und 6000 Aufträge pro Monat bei der Telekom einreichen. Entsprechenden Hinweisen geht die Telekom nach, will aber keine Details nennen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

„Es geht dabei um Provisionsbetrug zulasten der Deutschen Telekom“, heißt es in einer Stellungnahme. „Sollte sich der Verdacht bestätigen, werden wir – wie in der Vergangenheit schon in anderen Fällen – alle erforderlichen Maßnahmen und Schritte einleiten, um die Missstände zu beseitigen.“ Den Unternehmen droht eine Strafanzeige.

Callcenter in der Türkei unterhalten keine direkten Vertragsbeziehungen zur Telekom oder deren Konkurrenten. Sie arbeiten in der Regel als Subunternehmer für Großdistributoren, die den Zugangscode zum Vertriebsportal heimlich weiterreichen. Unter dem Namen „Operation Antalya“ hatte die Telekom schon 2009 eine Sondertruppe aufgestellt, die solche Unternehmen aufspüren soll.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.09.2011, 00:38 UhrAnonymer Benutzer: uffdata

    Die Telekom weiß davon und ich möchte sagen hat dies auch in Auftrag gegeben. Kleinvieh macht auch mist, also immer her mit den Zusatzoptionen zum Hauptvertrag^^ Und in der Türkei sind die Arbeiter billiger so macht man Umsatz!

  • 14.09.2010, 14:21 UhrAnonymer Benutzer: Carola

    meine Mutter ist auch betroffen von einem solchen Vertragsbetrug, aber die Telekom, die ja wohl davon weiß, will trotzdem nicht diesen zu unrecht abgeschlossenen Vertrag zurücknehmen. Angeblich wäre der per Telefon eindeutig von meiner Mutter abgeschlossen worden. Das war aber nie und nimmer der Fall. Wenn die Telekom doch davon weiß, warum bestehen sie auf Vertragsbeibehaltung??? Das stinkt doch zum Himmel!

  • 11.09.2010, 14:29 UhrAnonymer Benutzer: Bärbel

    Da hat wohl die Sondertruppe Antalya irgendwas verwechselt und nur Urlaub in Antalya gemacht, oder ??
    Jedenfalls ist der Webauftritt immer noch aktuell und ...

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