Caravan Salon: Wohnwagen-Industrie setzt auf Luxus

Caravan Salon: Wohnwagen-Industrie setzt auf Luxus

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Das fahrende Schlachtschiff „FUTURIA sports spa“ wird ein Blickfang beim Caravan Salon Düsseldorf sein.

Der Deutsche Wohnwagen-Markt stabilisiert sich schneller als erwartet. Ab 2011 hofft die Caravaning-Industrie wieder das Vorkrisenniveau zu erreichen. Das dürfte auch die Stimmung der Aussteller beim Caravan Salon Düsseldorf, der weltweit größten Caravaning-Messe, heben.

Ein Villa auf Rädern: Für 657.413 Euro bietet der Wohnwagen „FUTURIA sports+spa“ seinen Käufern eine Dachterrasse mit Whirlpool, eine Garage für Sportwagen und eine Lounge. Hersteller Most präsentiert sein fast 15 Meter langes Straßen-Schlachtschiff vom 27. August bis 5. September auf dem Caravan Salon Düsseldorf. Laut Hans-Karl Sternberg, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), liefen solche Luxus-Reisemobile mit einem Kaufpreis über 100.000 Euro auch während der Krise gut. „Menschen, die sich solche Fahrzeuge leisten können, müssen nicht sehen, ob sie mit ihrem Geld auskommen“, erklärt Sternberg den Erfolg der fahrenden Luxushäuser.

Ein Drittel mehr produzierte Reisemobile

Mit einem Marktanteil von unter fünf Prozent konnten die Luxus-Wohnwagen den Niedergang der Caravaning-Branche während der Finanz- und Wirtschaftskrise jedoch nicht aufhalten. Nun stabilisiert sich die Industrie allerdings schneller als der Branchenverband erwartet hat.

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Im ersten Halbjahr 2010 produzierte die Branche ein Drittel mehr Reisemobile als im Vorjahreszeitraum. „In der Krise wurde weniger hergestellt, die Händler haben erstmal ihre Bestände verkauft. Da die jetzt weg sind, musste erstmal kräftig nachproduziert werden“, erklärt Sternberg. Langsamer zieht die Produktion der Caravans, also der Wonwagen-Anhänger, an: Dort liefen nur 4,6 Prozent mehr vom Band.

Noch schlechtere Zahlen liefert die Caravan-Sparte bei den Neuzulassungen. Während im ersten Halbjahr 4,3 Prozent mehr Wohnmobile angemeldet wurden, sank die Anzahl der neuzugelassenen Caravans um 4,4 Prozent. Der CIVD vermutet, dass die schlechte Lage für den Caravan-Markt an der Führerscheinregelung von 1999 liege. Damals wurde das Gewicht von Fahrzeugen, die mit einem Klasse-B-Führerschein gefahren werden dürfen, auf 3,5 Tonnen beschränkt. PKWs mit einem Wohnwagen-Anhänger würden dieses Gewicht jedoch oftmals überschreiten.

Umsatzzahlen möchte der Branchenverband trotz der Erholungssignale vor Messebeginn am 27. August nicht herausgeben. Er verriet jedoch schon, dass sie noch nicht mit den Vorkrisen-Zahlen vergleichbar seien. Von 2004 bis 2007 waren die Umsatzzahlen der deutschen Caravaning-Industrie stets gewachsen. „Wir sind überzeugt, dass wir an diese Entwicklung wieder anknüpfen werden – aber nicht vor nächstem Jahr“, sagt Sternberg. Seit 2008 gibt es einen Abwärtstrend. Zuletzt sank der Branchenumsatz 2009 um über ein Fünftel auf 4,11 Milliarden Euro.

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