Chemie: BASF gegen Bayer: Vorteil für Leverkusen

KommentarChemie: BASF gegen Bayer: Vorteil für Leverkusen

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Eine Aspirin-Schmerztablette mit der Aufschrift des Herstellers Bayer

Sie sind alte Rivalen – und folgen mittlerweile unterschiedlichen Strategien. Beide leiden unter der Krise. Doch Bayer steckt die Probleme besser weg, wie die aktuellen Quartalszahlen zeigen.

Die Umsatz- und Gewinnrückgänge sind bei Bayer deutlich geringer ausgefallen als bei der BASF. Im zweiten Quartal ging der BASF-Umsatz um 23 Prozent zurück, die Bayer-Erlöse verloren lediglich sechs Prozent. Beim Gewinn (vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen) verlor die BASF 53 Prozent, Bayer dagegen zwölf Prozent.

Ähnlich sehen die Zahlen für das gesamte erste Halbjahr aus. BASF, das seine Quartalszahlen heute vorlegte, verlor  nach Handelsbeginn an der Börse mehr als sechs Prozent. Die Bayer -Aktien legten dagegen nach Bekanntgabe der Quartalszahlen am gestrigen Mittwoch um fünf Prozent zu.

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Bayer profitiert vom Gesundheitsgeschäft

Die unterschiedliche Entwicklung hat mit den unterschiedlichen Strategien zu tun. Die BASF hat sich klar als Chemiekonzern aufgestellt. Konzernchef Jürgen Hambrecht positioniert das Ludwigshafener Unternehmen als „The Chemical Company“. Als reiner Chemiekonzern ist die BASF jedoch stärker Konjunktureinbrüchen ausgesetzt – zu den wichtigsten Kunden zählen Auto- und Baukonzerne, die derzeit selbst massiv unter der Krise leiden.

Bayer dagegen profitiert auch in der Krise vom wachsenden Gesundheitsgeschäft. Der Konzern aus Leverkusen ist eines der letzten Unternehmen, die Chemie- und Pharmaaktivitäten unter einem Dach vereinen. Immer mal wieder hatten Analysten die Aufspaltung des Konzerns gefordert. Doch Bayer ließ sich nicht beirren. Konzernchef Werner Wenning stärkte das Pharmageschäft zudem noch durch die Übernahme von Schering vor drei Jahren.

Klarer Vorteil: Derzeit federt das konjunktur-unabhängige Medikamentengeschäft die Rückgänge in der Chemie ab. 

Doch so unterschiedlich die Strategien auch sind, in einem Punkt sind sich BASF und Bayer  einig – bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Die Manager beider Unternehmen ließen bei der Vorstellung der Quartalszahlen durchblicken, dass in der aktuellen Krise die Talsohle zwar erreicht, ein nachhaltiger Aufschwung jedoch noch nicht in Sicht sei.    

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