Chemieunternehmen: Lanxess: Bereit zum Durchstarten

Chemieunternehmen: Lanxess: Bereit zum Durchstarten

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Lanxess-Arena in Köln: Zehn Prozent weniger Gehalt für den Vorstand des Chemieriesen

von Jürgen Salz

Der Chemiekonzern Lanxess hat die Kosten so flexibilisiert, dass er nun ohne Substanz- verlust durchstarten kann.

War da was? Den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1,61 Milliarden Euro gesteigert, den Konzern von 14 Millionen Euro Verlust auf 104 Millionen Euro gedreht – als hätte Axel Heitmann in den vergangenen drei Monaten nur einen Schalter umlegen müssen, um von der Krise auf Wachstum einzuschwenken.

Doch so einfach, wie das erfolgreiche erste Quartal 2010 es suggeriert, war der Wiederaufstieg des Chemieunternehmens aus Leverkusen in die Gewinnzone nicht. Konzernchef Heitmann könnte jetzt nicht mit so viel Kraft am Aufschwung teilnehmen, wäre ihm nicht zuvor ein kleines Kunststück gelungen.

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Rigides Kostenmanagement hilft beim Durchstarten

„Wir haben früh gelernt, uns auf sinkende Nachfrage einzustellen – und die Produktion angepasst sowie Arbeitszeiten und Gehälter der Mitarbeiter reduziert“, sagt Heitmann. „Wir konnten so beweisen, dass wir mit niedrigen Auslastungen von 60 oder 70 Prozent zurechtkommen.“

Lanxess steht für Unternehmen, die ihre Kostenstruktur flexibilisiert haben, dabei aber die Substanz – Anlagen und Mitarbeiterstamm – einsatzbereit halten konnten. Das ermöglicht ihnen nun, durchzustarten und die Kapazitäten parallel zur steigenden Nachfrage wieder hochzufahren.

Umzug nach Köln verschoben

Heitmann bleibt aber weiter vorsichtig, solange der Aufschwung sich nicht als nachhaltig erweist und die Rohstoffpreise steigen. Der Lanxess-Vorstand muss mit zehn Prozent weniger Gehalt auskommen, die leitenden Angestellten bekommen fünf Prozent weniger. Für Tarifangestellte gilt weiter eine 35-Stunden-Woche mit entsprechendem Gehaltsverzicht.

In Kanada, Nordamerika und Belgien legt Heitmann Produktionsstandorte zusammen. Auch der Umzug nach Köln ist verschoben. So wollte sich Lanxess sichtbar von der früheren Konzernmutter Bayer abnabeln, die den Chemieableger 2004 abspaltete und dann an die Börse brachte. Heitmann spart und bleibt Realist. „Ein selbsttragender Aufschwung“, sagt er, „ist noch nicht erkennbar.“

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