Chiphersteller: Qimonda: Rettung nur für Teilbereiche

Chiphersteller: Qimonda: Rettung nur für Teilbereiche

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Während die Hoffnung auf eine Sanierung der insolventen Infineon-Tochter gegen Null geht, kommt der Verkauf von Beteiligungen in Gang. Eine weitere Sparte soll angeblich Interessenten gefunden haben.

Auf eine Rettung des insolventen Speicherchipherstellers Qimonda als Ganzes besteht kaum noch Hoffnung. Insolvenzverwalter Michael Jaffé machte nach einem Gerichtstermin am Dienstag deutlich, dass es nur für einzelne Teile der Infineon-Tochter Hoffnungen auf Rettung gebe. Nachdem sich Investoren aus China und Russland zurückgezogen haben, ist kein möglicher Käufer in mehr Sicht für den Kernkonzern mit seinen Patenten und Produktionsanlagen, die in den Hauptkonzerngesellschaften in München und Dresden gebündelt sind.

Für einzelne Unternehmensbereiche Qimondas sieht es hingegen besser aus. Bereits Anfang Juni veräußerte das Unternehmen seine 51-prozentige Beteiligung an einem Solarzellenwerk in Portugal, das Qimonda gemeinsam mit CentroSolar betrieben hatte.

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Zudem scheint sich eine Lösung für die Sparte Grafikchipentwicklung abzuzeichnen, in die bis zu 100 Beschäftigte eingebunden sein könnten. Das Segment entwickelt Chips für die Spielekonsolen von Sony, Nintendo und Microsoft.

Auch die Gespräche mit einem Interessenten für Büros und einen Reinraum in Dresden seien weit gediehen. „Unsere Bemühungen, Dresden als Technologiestandort zu erhalten, laufen weiter unter Hochdruck und, zumindest was Teilbereiche angeht, durchaus mit Aussicht auf Erfolg“, erklärte Jaffé. In den kommenden Wochen stünden weitere Beteiligungsverkäufe an.

Am 1. April war das Insolvenzverfahren für die Infineon-Tochter eröffnet worden, die unter dem massiven Preisverfall in der Halbleiter-Branche gelitten hatte. Ursprünglich hatte das Unternehmen weltweit rund 12.000 Beschäftigte, davon 4600 in Deutschland. Mittlerweile hält eine Restmannschaft von 240 Mitarbeitern in Dresden und 220 in München einen Stand-by-Betrieb aufrecht, um die Produktion bei Bedarf wieder hochfahren zu können. 2700 Beschäftigte sind derzeit in zwei Transfergesellschaften angesiedelt.

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