Chipindustrie: Wird Qimonda chinesisch, taiwanesisch oder russisch?

Chipindustrie: Wird Qimonda chinesisch, taiwanesisch oder russisch?

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Beim Chiphersteller Qimonda in Dresden stehen alle Ampeln auf rot.

Der insolvente Chiphersteller Qimonda ist auf der Suche nach Investoren. Unternehmen aus China und Taiwan haben bereits Interesse bekundet, nun melden sich auch russische Investoren. Eine Garantie für das Fortbestehen des Unternehmens ist das aber nicht.

An der insolventen Infineon-Tochter Qimonda ist angeblich auch ein russischer Investor interessiert. Insolvenzverwalter Martin Jaffé soll mit einem potenziellen Investor über einen möglichen Einstieg bei dem Speicherchip-Hersteller gesprochen haben. Das berichtet  die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Konzernkreise. Jaffé wolle den Kontakten nach Russland aktiv nachgehen. Er hoffe auf Signale für weiterführende Gespräche. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters habe sich dazu nicht äußern wollen, hieß es in dem Bericht.

Zuvor hatten bereits Unternehmen aus China und Taiwan ihr Interesse bekundet. Am weitesten gediehen sind die Gespräche mit dem chinesischen Staatsunternehmen Inspur. Gestern hatte zudem der vom taiwanesischen Staat unterstützte Halbleiterkonzern Taiwan Memory Corporation (TMC) sein Interesse an Qimonda bestätigt. In Russland, China und Taiwan gilt die Chipindustrie als strategisch wichtig, sie wird mit Milliardenbeträgen subventioniert.

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Private Investoren hätten Qimonda bislang die kalte Schulter gezeigt, hieß es in dem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Insolvenzverwalter Jaffé sei an 100 mögliche private Investoren wie Konkurrenten oder Finanzinvestoren herangetreten, bisher ohne Erfolg. Die Chipindustrie kämpft mit einem enormen Preisverfall, hohen Überkapazitäten und ungewissen Marktprognosen.

TMC werden nur geringe Chancen eingeräumt

Dass die taiwanesische TMC tatsächlich bei Qimonda einsteigt, gilt in Branchenkreisen als unwahrscheinlich, da der Konzern bislang nur auf dem Papier existiere, Qimonda aber nicht mehr viel Zeit bleibe. Sechs defizitäre koreanische Halbleiterfirmen wollen sich zu TMC zusammenschließen und so zum weltweit zweitgrößten Speicherchip-Hersteller nach Marktführer Samsung werden.

Hinter dem Plan steht die Regierung des Landes, die dem künftigen Unternehmen bereits staatliche Beihilfen versprochen haben soll. Laut inoffiziellen Angaben könnten sich auch die japanische Firma Elpida und der US-Speicherhersteller Micron an Taiwan Memory beteiligen. Als recht sicherer Fusionspartner gelte die taiwanesische Firma Windbond. Das Unternehmen besitze Lizenzen für Qimondas neue Chiptechnologie Burdied Wordline, auf die die Deutschen alle Hoffnungen setzen.

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