Coffeeshops: Bananen bei Starbucks

Coffeeshops: Bananen bei Starbucks

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Starbucks-Chef Howard Schultz

Ein Gewinnanstieg um 2800 Prozent im vergangenen Quartal, übertroffene Analystenerwartungen und ehrgeizige Wachstumsziele – man könnte meinen, die amerikanische Coffeeshop-Kette Starbucks, wie die Welt sie vor der Finanzkrise kannte, ist zurück.

Tatsächlich hat Konzern-Gründer Howard Schultz nach seiner Rückkehr Anfang 2008 an die Spitze des damals kränkelnden Riesen einen radikalen Strategieschwenk vorgenommen. Er schränkte kaffeefremde Geschäfte wie das Produzieren von Musik und den Verkauf von CDs unter der Hausmarke Hear Musik massiv ein. Das Speiseangebot vor allem auf dem Hauptmarkt USA wurde gesünder.

Als einen seiner ersten Entscheidungen hatte Schultz es fast komplett erneuern lassen. Neben Käse-Obst-Platten hat Starbucks heute beispielsweise so gesunde wie genial einfache Speisen wie Bananen im Programm. Auch das führte dazu, dass die Gäste mittlerweile mehr Geld in den Filialen lassen als früher. In Deutschland steht die Reform des Speiseangebots zwar noch aus – doch auch hier gab es Veränderungen.

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Denn der Boss in den USA feuerte das komplette Management von Starbucks-Deutschland, degradierte die Zentrale in Essen zu einer Art Regionalniederlassung, weil alle wichtigen Geschäfte jetzt im niederländischen Amsterdam erledigt werden. Auch schloss er in der Bundesrepublik zahlreiche unrentable Filialen, etwa in Düsseldorf.

Schlangen wie vor der Wende

Weltweit gab Starbucks rund 900 Coffee-Shops auf – was sich deutlich am vergangenen Quartalsumsatz ablesen lässt. Der sank von 2,52 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,42 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn dagegen kletterte - auch bedingt durch das bereinigte Filialnetz - von 5,4 Millionen Dollar auf 150 Millionen Dollar. Damit rückt der Konzern zumindest etwas von seiner Strategie ab, Städte, in denen die Kette vertreten ist, mit Läden regelrecht zu zupflastern.

Trotz der jüngsten Schließungen besitzt Starbucks weiterhin riesige Wachstumschancen, und das nicht nur in China, wo Schultz das Potenzial für Tausende neue Läden sieht. Auch in Deutschland gibt es noch zahlreiche Städte, denen es nach Starbucks dürstet.

Am besten bewies dies kürzlich Dresden. Dort hatte der Konzern vor wenigen Wochen seine erste Filiale eröffnet – Ergebnis waren Warteschlangen, die man in der sächsischen Landeshauptstadt zuletzt vor der Wende gesehen hatte, wenn es mal Bananen gab, und Wartezeiten von bald einer halben Stunde. Hatte die Stadt von ein paar McCafés der Fastfoodkette McDonald's abgesehen doch bisher keine richtige Coffeeshops zu bieten. Dieser Erfolg hatte selbst Starbucks überrascht.

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