
Die Offerte scheint verlockend: Kaufe ein Nokia-Handy und lade ein Jahr lang ohne Zusatzkosten beliebig viele Musiktitel aus dem digitalen Plattenladen, in dem Nokia gut fünf Millionen Titel gespeichert hat. Und nach Ablauf der Jahresfrist lassen sich alle heruntergeladenen Hits weiter hören.
„Comes with Music“, kurz CwM, heißt der Service, den Nokia in Deutschland im Mai gestartet hat und den – trotz seiner in dieser Form einmaligen Flatrate – bis heute kaum ein Mobilfunkkunde kennt. Der Grund ist simpel: Die Hör-so-viel-wie-du-willst-Kombination gibt es ausschließlich beim Handyvertreiber Mobilcom-Debitel. T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 bieten es nicht an; wohl weil sie am Musikvertrieb selbst verdienen wollen, statt ihn Nokia zu überlassen.
Attraktives Angebot
Wie attraktiv das Angebot tatsächlich ist, zeigt der Praxistest des Nokia-Multimedia-handys 5800 XpressMusic: Das Telefon mit CwM-Flatrate gibt’s mit 24-Monats-Vertrag ab einem Euro.
Alternativ vertreibt Nokia das 5800 und drei weitere CwM-Handys im eigenen Web-Shop. Ohne Vertrag kostet es dort 459 Euro, das Modell 5630 gibt es für 327 Euro, das N95 8GB für 512 Euro und das N79 für 442 Euro. Ohne CwM-Paket kostet Letzteres 329 Euro. Die Musik-Flatrate lässt sich Nokia also mit 113 Euro Aufpreis bezahlen.
Wirtschaftlich sinnvoll ist die Kombination aus Handy und CwM nur mit einer Daten-Flatrate, die ab zehn Euro zu haben ist. Denn ohne Pauschale lassen die Downloads der Titel via Mobilfunk aufs Handy die Telefonrechnung wegen der hohen Datenübertragungsgebühren schnell explodieren.













