Computer: Chinesen greifen nach Aldis PC-Lieferant

Computer: Chinesen greifen nach Aldis PC-Lieferant

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Einkaufswagen vor dem Medion-Fabrikverkauf in Essen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo will den deutschen Elektronikproduzenten Medion übernehmen. Medion ist Lieferant der Aldi-Computer, E-Books und Navigationsgeräte. 629 Millionen sind den Chinesen die Billig-Geräte wert.

Der chinesische Computerhersteller Lenovo hat schon die PC-Sparte von IBM gekauft, nun soll es der Lieferant der Aldi-PCs sein. Das Objekt der Begierde mit Sitz in Essen ist besonders bekannt für die günstigen elektronischen Produkte, die es dem Discounter Aldi liefert. Die Medion AG verfolgt seit rund 20 Jahren das Geschäftsmodell „Build-to-order“: Aldi bestellt 50 PCs, Medion baut 50 PCs. So spart das Unternehmen Lagerkosten. Im Sortiment hat der Elektronikproduzent neben PCs Notebooks, Scanner, Drucker, DVD-Player, Plasmabildschirme, Software und Kommunikationstechnik.

Medion bleibt weiter selbstständig

Lenovo ist bereit, 629 Millionen Euro für Medion zu bezahlen: Die Aktionäre sollen pro Aktie 13 Euro in bar erhalten. Das Angebot liegt knapp 18 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstagabend. Am liebsten hätte Lenovo das Essener Unternehmen ganz, mindestens 51 Prozent sollten es auf jeden Fall sein. Das Unternehmen soll allerdings komplett selbstständig bleiben, auch bleibe die Marke bestehen und Medion-Aktien sollen weiter an der Börse gehandelt werden. Auch mit einem Stellenabbau sei nicht zu rechnen, heißt es. Ein Sprecher von Lenovo in Deutschland erklärte, dass sich die Unternehmen perfekt ergänzen: Lenovo sei bei Firmenkunden führend, Medion dagegen im Privatkundengeschäft.

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Medion-Chef Brachmann gibt sein Okay

Medion-Chef Gerd Brachmann hat dem Angebot eingeschränkt bereits zugestimmt. Er hält 54 Prozent an dem von ihm gegründeten Unternehmen. Rund 17,8 Millionen Aktien für 231 Millionen Euro hat er bereits an Lenovo abgetreten. Das entspricht etwas mehr als 36 Prozent des Grundkapitals der Essener. Über die restlichen Aktien des Unternehmensgründers sei eine langfristige Call- und Put-Option vereinbart worden.

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