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Computer: Lenovo mit Medion vor Herausforderung

Durch die Übernahme von Medion will Lenovo seine Position in Deutschland stärken. Diese Übernahme alleine wird jedoch nicht reichen, um dieses Ziel zu erreichen, schreibt Holger Geißler von YouGov.

ARCHIV - Ein Schild weist am Quelle: dpa
ARCHIV - Ein Schild weist am Mittwoch (01.06.2011) in Essen auf den Fabrikverkauf von Medion hin. Der PC-Spezialist Lenovo hat jetzt auch offiziell die Mehrheit am Aldi-Lieferanten Medion übernommen. Der Aktienkaufvertrag mit dem Medion-Vorstandschef und Mehrheitsaktionär Gerd Brachmann sei vollzogen worden, teilten beide Unternehmen am Dienstag (02.08.2011) mit. Lenovo besitze nun über die Hälfte des Grundkapitals und drei Viertel der Stimmrechte an dem Essener Elektronikspezialisten. Lenovo hatte den Aktionären 13 Euro pro Aktie angeboten, die Frist lief in der Nacht zum Dienstag aus. Foto: Federico Gambarini dpa/lnw (c) dpa - Bildfunk Quelle: dpa

Der Wettbewerb unter den Computerherstellern ist in den vergangenen Jahren immer härter geworden. Insbesondere der große Erfolg der handlichen Tablet-Computer sorgt derzeit für einen Umbruch: Wer neben Apple als Sieger im Wettstreit um die beliebtesten Produkte hervorgehen wird, ist noch nicht entschieden. Wie sehr der Markt in Bewegung ist, zeigt nicht zuletzt die nun besiegelte Übernahme des zuletzt angeschlagenen und durch Aldi bekannt gewordenen Elektronikkonzern Medion. Lenovo wird durch die Übernahme der drittgrößte Anbieter auf dem deutschen PC-Markt.

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Schwache Positionierung von Lenovo

Bislang hatte es Lenovo nicht leicht auf dem deutschen Markt: Wie eine Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex zeigt, ist die Marke unter allen untersuchten Computermarken am schwächsten positioniert. Aktuell erreicht Lenovo rund 8 BrandIndex-Punkte und damit wesentlich weniger als wichtige Konkurrenten wie Dell oder Acer, die mit mehr als 60 Punkten deutlich beliebter bei den deutschen Verbrauchern sind.

Allerdings sind die Imagewerte der Marke seit dem Jahr 2010 deutlich angestiegen: So erreichte Lenovo Anfang 2010 zeitweise einen negativen Wert von -19 BrandIndex-Punkten. Somit ist der Anbieter bei den deutschen Verbrauchern immerhin deutlich beliebter geworden, auch wenn der Abstand zum nächstplatzierten relativ groß ist. Ausgerechnet die nun übernommene Marke Medion liegt im Markenranking mit aktuell 27 BrandIndex vor Lenovo.

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