Computerhersteller: Dell leidet unter Apples Stärke

Computerhersteller: Dell leidet unter Apples Stärke

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Logo auf einem Dell Computer

Einst war Dell der größte PC-Hersteller der Welt, heute machen dem US-Konzern Konjunktursorgen und der Umbruch auf dem Computermarkt zu schaffen.

Dell hat mit der schwachen US-Konjunktur und dem Vormarsch des Rivalen Apple zu kämpfen. Der Umsatz des texanischen Konzerns legte in dem Ende Juli abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal lediglich um ein Prozent auf knapp 15,66 Milliarden Dollar zu. Beim Ergebnis machte Dell vor allem dank geringerer Kosten hingegen deutliche Fortschritte: Der Quartalsgewinn sprang um 63 Prozent auf 890 Millionen Dollar hoch.

Vor allem eine gekappte Umsatzprognose für das Geschäftsjahr sorgte dafür, dass die Aktie vorbörslich fast acht Prozent verlor. Der Markt wartet angespannt auf die Zahlen des PC-Branchenführers Hewlett-Packard am Donnerstag. Bis auf Apple haben aber derzeit quasi alle PC-Hersteller mit Absatzproblemen zu kämpfen.

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Server- und Servicesparten legen zu

Der größte Lichtblick im zweiten Quartal von Dell war das Geschäft mit Servern, den leistungsstarken Rechnern für Firmen-Netzwerke und Rechenzentren. Der Umsatz stieg hier um neun Prozent auf 2,05 Milliarden Dollar. Der Dienstleistungsbereich, den Dell sich nach dem Beispiel von IBM oder Hewlett-Packard zulegte, um Schwankungen im reinen Computergeschäft abzufedern, wuchs um sechs Prozent auf 2,04 Milliarden Euro.

Im PC-Verkauf, dem mit Abstand größten Geschäftsbereich, entwickelten sich die Umsätze deutlich weniger dynamisch. Die Erlöse mit Desktop-Computern, mit denen Dell immer noch knapp ein Viertel seines Geschäfts macht, schrumpften um drei Prozent auf 3,74 Milliarden Dollar. Bei Notebooks gab es ein mageres Plus von einem Prozent auf 4,76 Milliarden Dollar. Die Zahlen hätten auch schwächer ausfallen können, wenn die Umsätze mit kleinen und mittleren Firmen nicht um fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar gestiegen wären.

iPad vermiest PC-Herstellern das Geschäft

Die Umsätze mit großen Unternehmen und Verbrauchern legten hingegen nur um jeweils ein Prozent zu, das Geschäft mit der öffentlichen Hand ging um drei Prozent zurück. Das liegt nicht nur daran, dass in der schwachen Wirtschaft vor allem in den USA mehr Unternehmen und Verbraucher ihr Geld zusammenhalten. Mit seinen iPad-Tablets schneidet Apple den PC-Herstellern ins Geschäft und jagt ihnen zudem auch Marktanteile mit wachsenden Verkäufen seiner Mac-Rechner ab.

Einen Eindruck davon, was gerade auf dem Computer-Markt passiert, gaben am Mittwoch aktuelle Zahlen aus Westeuropa. Der Absatz klassischer Personal Computer brach den Experten von Gartner zufolge im zweiten Quartal um knapp 19 Prozent auf 12,7 Millionen Geräte ein. Dell hielt sich auf dem dritten Rang, der Marktanteil kletterte von 10,1 auf 10,8 Prozent.

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