Consulting: Neue Regeln für die Unternehmensführung

Consulting: Neue Regeln für die Unternehmensführung

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Manager auf dem Weg zur Arbeit.

Die Wirtschaftskrise verändert die Regeln für Unternehmen und Management radikal. In der Unternehmensführung sind neue Instrumente gefragt und auch andere Manager-Typen, die diese umsetzen. Eine Serie der WirtschaftsWoche zeigt, was jetzt wichtig ist.

Hat er nun oder hat er nicht? Was Jack Welch heute über das Shareholder-Value-Prinzip denkt und ob sich das geändert hat, seit die US-Finanz- zur globalen Wirtschaftskrise angewachsen ist, hat die Managerlegende vergangene Woche im WirtschaftsWoche-Interview klargestellt. „Shareholder Value ist keine Strategie, es ist ein Ergebnis guten Managements“, sagt Welch, und das bestehe darin, kurzfristige Versprechen zu erfüllen und gleichzeitig zu investieren, um den langfristigen Unternehmenserfolg sicherzustellen.

Auch die Frage, ob die Krise neue Regeln für das Management geschaffen haben, beantwortet der 73-Jährige eher abschlägig: „Die Prinzipien sind immer noch dieselben. Jeden Tag danach streben, die Dinge besser zu machen als zuvor.“

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Die Prinzipien mögen, weil an Gemeingültigkeit kaum zu überbieten, immer noch dieselben wie früher sein. Die Wege, sie zu erreichen, wandeln sich derzeit jedoch rasant. Die meisten Führungskräfte sind der Meinung, dass die Wirtschaftskrise die Managementregeln verändert hat und weiter verändern wird. Einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Arthur D. Little zufolge gehen fast drei Viertel aller Firmenchefs weltweit davon aus, dass die Krise zu einem fundamentalen Umdenken hinsichtlich des Wirtschaftssystems und zur Überprüfung sämtlicher Geschäftsmodelle führen wird.

Die prognostizierte Metamorphose im Management passiert zum einen rasend schnell, weil es bei vielen Unternehmen – etwa der Automobilbranche oder dem stark exportlastigen Maschinenbau – in den kommenden Monaten einzig und allein ums nackte Überleben geht. Daimler-Chef Dieter Zetsche plant als Reaktion auf die schwachen Verkaufszahlen Entlassungen, Kurzarbeit und eine Verschiebung schon beschlossener Lohnerhöhungen.

Umdenken bei Führungskräften nötig

Zum andern läuft das Umdenken aber gerade erst an, weil die Banken vielleicht bei der nächsten Verlängerung des Kredits in ein oder zwei Jahren ihre Anforderungen verschärfen werden. „Wer Geld für Investitionen braucht, weil er investieren will, muss in Zukunft eine deutlich bessere Eigenkapitalausstattung vorweisen als bisher“, sagt Franz-Josef Seidensticker, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Bain & Company.

Nicht nur die Instrumente verändern sich, manche Experten erwarten, dass auch ein neuer Manager-Typ vonnöten ist: „Der Paradigmenwechsel in der Wirtschaft erfordert Führungskräfte, die sich stärker mittel- und langfristig orientieren als bisher“, glaubt Christine Stimpel, Deutschland-Chefin des internationalen Headhunters Heidrick & Struggles. „Sie müssen unternehmerischer und ganzheitlicher denken, soziale Kompetenz und gute kommunikative Fähigkeiten haben, die Interaktion zwischen Wirtschaft und Politik beherrschen, und die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen akzeptieren und entsprechend handeln.“

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