Corporate Social Responsibility: Henkel erzielt Spitzenwert in Nachhaltigkeits-Ranking

Corporate Social Responsibility: Henkel erzielt Spitzenwert in Nachhaltigkeits-Ranking

von Martin Gerth und Jürgen Rees

Der Konsumgüterkonzern Henkel ist unter den 30 im Dax notierten Werten das nachhaltigste Unternehmen vor der Deutschen Telekom, der Allianz und BMW.

Das ist das Ergebnis des exklusiven Nachhaltigkeitsranking der Dax-Konzerne, das die Münchner Ratingagentur Oekom Research für die WirtschaftsWoche erstellt hat. Die Studie zeigt erstmals, welche Unternehmen wirklich die Kriterien von Nachhaltigkeit erfüllen und welche Unternehmen sich nur einen grünen Anstrich geben.

„Henkel hat Nachhaltigkeit sehr früh zur Chefsache gemacht. Das Managementsystem bringt ständig Verbesserungen hervor“, begründet Oekom-Vorstand und Chefanalyst Matthias Bönning die Spitzenposition des Düsseldorfer Konzerns. So würdigt Oekom, dass Henkel unter anderem nur Lieferanten akzeptiert, die keine Kinder beschäftigen und Arbeitnehmerrechte achten. Herstellung und Produkte werden beständig so weiterentwickelt, dass sie Ressourcen sparen, die Umwelt weniger belasten, sicher sind und dem Kunden mehr Nutzen bringen. Das rechnet sich auch für das Sieger-Unternehmen: Seit 1998 sank der Energieverbrauch je Tonne Fertigprodukt um 40 Prozent. Der Wasserverbrauch wurde halbiert, das Abfallaufkommen um 37 Prozent reduziert, und Arbeitsunfälle sind heute eine Rarität. Bis 2012 wollen die Düsseldorfer noch einmal um zehn Prozent besser werden.

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Die auf Rang 2 liegende Telekom wird im Gutachten gelobt, weil sie die Energieeffizienz des Datennetzes so steigern konnte, dass trotz drastisch wachsender Datenmengen der Stromverbrauch auf dem Niveau von 2002 stagniert. Um erneuerbare Energie zu fördern, kauft die Telekom zudem Zertifikate aus der Wind- und Wasserenergie in Höhe ihres Stromverbrauchs. Die Allianz zeichnet sich unter anderem durch ein gemeinsam mit der UN entwickeltes Konzept für Mikroversicherungen aus, das armen Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern trotz kleiner Einkommen und Raten Versicherungsschutz bietet.

Auffallend ist beim ersten Nachhaltigkeitsrating der Dax-Werte das gute Abschneiden der Autokonzerne. BMW liegt auch wegen seines Programms Efficient Dynamics auf Rang 4, gefolgt von Daimler (5) und Volkswagen (6). Abgeschlagen am Schluss des Rankings liegen die Deutsche Börse, der Stahlkonzern Salzgitter und als Schlusslicht die Hannover Re.

Rund 100 Kriterien flossen in die Bewertung jedes Unternehmens ein. Sie reichen von der Einhaltung der Menschenrechte über faires Wettbewerbsverhalten bis zu einem schlüssigen Klimaschutzkonzept und der Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

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