Daimler: Drei Fragen an Dieter Zetsche

Daimler: Drei Fragen an Dieter Zetsche

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Daimler AG-Vorstand Dieter Zetsche

Dieter Zetsche über die Zusammenarbeit mit BMW, Vertrauensbildung in der Automobilindustrie und die Ungeduld vieler Manager.

WirtschaftsWoche: Herr Zetsche, es halten sich am Markt hartnäckig Gerüchte, dass Sie bald eine weitreichende Zusammenarbeit mit Ihrem Konkurrenten BMW verkünden werden.  Dieter Zetsche: Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen und haben durchaus einige Ideen, die für beide Partner Vorteile bringen könnten. Sobald es Konkretes gibt, werden wir natürlich darüber informieren - das muß allerdings nicht zwangsläufig im Rahmen einer großen Pressekonferenz sein, in der man bereits alle Details nennt.

Das klingt, als wollten Sie vor überzogenen Erwartungen warnen. Sicherlich ist die Erwartungshaltung draußen, dass wir schnell Ergebnisse bekanntgeben können. Aber da geht es ja nicht nur um Faktenfindung, sondern auch um Vertrauensbildung und um Psychologie. Ich kann heute noch nicht sagen, ob, wann und in welchem Umfang wir zu Ergebnissen kommen - allerdings sind beide Seiten sehr konstruktiv unterwegs.  Dennoch: Sie haben vor einiger Zeit mal die Bemerkung fallen lassen, irgendwann müsse man da einmal zu einem Ergebnis kommen, sonst könne man es auch lassen.  Es gibt wenige Manager, die, wenn sie befragt würden, was ihre schlechte Eigenschaft sei, nicht ihre Ungeduld nennen würden. Wenn mir heute ein Designer seine Skizze zeigt, hätte ich auch gerne, dass wir das Auto morgen auf der Straße haben. Aber so funktioniert das halt nicht.

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