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Daimler: Mercedes B-Klasse auch für USA

von Franz W. Rother

Mit einem Ausbau der Modellpalette im Kompaktwagen-Segment will Mercedes-Benz bis 2015 wieder weltgrößter Hersteller von Premiumautos werden und gleichzeitig die strengen Anforderungen zum Klimaschutz erfüllen.

Zur Jahreshälfte 2011 lag die Neuwagenflotte von Mercedes nach Erhebungen des Duisburger CAR-Instituts mit durchschnittlich 168,4 Gramm CO2 je Kilometer noch deutlich über dem geplanten Grenzwert der Europäischen Union, der von 2015 an bei 130 Gramm liegt.

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Mercedes-Vertriebsvorstand Joachim Schmidt startet deshalb am 19. November mit der Verkaufspremiere der neuen B-Klasse eine Offensive, die der Marke in den kommenden drei Jahren fünf neue Fahrzeuge in der Kompaktklasse bescheren soll und einen CO2-Flottenwert von deutlich unter 130 Gramm. Für den entsprechend niedrigen Kraftstoffverbrauch sorgen eine komplett neue Generation von Vierzylindermotoren und ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen, das Mercedes selbst entwickelt hat. In Vorbereitung ist zudem eine B-Klasse mit Hybridantrieb, die 100 Kilometer Reichweite im Elektrobetrieb hat.

Während die B-Klasse mit Platzangebot, hoher Sitzposition und Preisen von mehr als 26 000 Euro eher auf reifere Autofahrer zielt – die deutschen Käufer des Modells sind heute im Schnitt 58 Jahre alt –, wird die neue A-Klasse jugendlicher und abwechslungsreicher: Das Auto kommt im Sommer 2012 zunächst als Viertürer, später auch als Coupé und Cabrio, Geländewagen und als zweitüriger Sportkombi ("Shooting Brake"). Es soll dann zusammen mit dem größeren Bruder kräftig im Revier von Audi (A1/A3) und BMW (1er/X1) wildern. Allein in Deutschland will Schmidt künftig 300 000 Kompaktautos jährlich absetzen, etwa doppelt so viele wie bisher. Aber auch in Übersee sieht der Vertriebschef noch Potenzial: Schmidt lässt derzeit einen Export der B-Klasse nach USA durchrechnen.

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