
STUTTGART. "Wir wollen dort mehrere Tausend Fahrzeuge im Jahr verkaufen", sagte der neue Fuso-Chef Albert Kirchmann. Das Unternehmen, das zu 85 Prozent Daimler und zu 15 Prozent Mitsubishi gehört, steuert 40 Prozent zum Absatz des Weltmarktführers bei Nutzfahrzeugen bei. Wachsen kann das Unternehmen allerdings nur außerhalb Japans. Der Inlandsmarkt, auf dem Fuso mit Nissan Diesel, Hino und Isuzu konkurriert, schrumpft seit Jahren.
Bei Fuso brach wie auch bei den anderen Konzernmarken Mercedes-Benz und Freightliner in diesem Jahr der Umsatz um die Hälfte ein. "Wir werden in diesem Jahr voraussichtlich nur noch 100 000 Fahrzeuge verkaufen", sagte Kirchmann. Mitte der 90er-Jahre waren es noch fast eine halbe Million. Kirchmann wurde im Sommer zu Kawasaki geschickt, um aufzuräumen. 2300 der zuletzt 15 500 Beschäftigten mussten gehen.
Das Montagewerk in Thailand wurde dichtgemacht, die Produktion nach Indonesien und Taiwan verlagert. Die Beschäftigten erhalten seit Januar bis zu 30 Prozent weniger Lohn, das Händlernetz wurde massiv gestrafft. Busse baut Fuso künftig mit dem Konkurrenten Nissan zusammen. Insgesamt kostet der Umbau zunächst 250 Mio. Euro. Ab 2011 sollen jährlich die Kosten um 760 Mio. Euro sinken.
"Wir müssen uns auf eine längere Durststrecke einstellen", sagte Kirchmann. Mittelfristig rechnet der Fuso-Chef mit einem Absatz von 150 000 Stück. Von einer Erholung der Märkte sei noch nichts zu spüren und auch in den nächsten Monaten nicht von auszugehen. Umso wichtiger ist der geplante Ausbau des Geschäfts in den aufstrebenden Schwellenländern Indien und China, wo Fuso bislang kaum vertreten ist.






















