Daimler: Zetsche malt Zukunft in rosigen Farben

Daimler: Zetsche malt Zukunft in rosigen Farben

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Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche auf der Hauptversammlung 2008 in Berlin

Verhaltener Optimismus auf der Daimler-Hauptversammlung: Konzernchef Dieter Zetsche erwartet zwar Gegenwind wegen der Dollarschwäche und der Finanzkrise, sieht sein Unternehmen aber erwartungsgemäß auf Kurs und bekräftigt die Prognose für 2008. Doch neue Rezepte für die wenig profitable A- und B-Klasse oder den hohen CO2-Ausstoß der Daimler-Flotte hatte Zetsche nicht in petto.

Beruhigende Worte von Dieter Zetsche in Zeiten von Dollarschwäche und Finanzkrise: Der Daimler-Konzern sieht sich trotz aller wirtschaftlichen Widrigkeiten gut gerüstet für das laufende Geschäftsjahr.

Vorstandschef Dieter Zetsche sagte auf der Hauptversammlung heute in Berlin: „Alle unsere Geschäfte entwickeln sich gut.“ Der Konzern erwartet ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit), das deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt. Im Jahr 2007 lag das Ebit bei 8,7 Milliarden Euro. Zetsche sagte: „Aktuell lässt die ökonomische Großwetterlage eher Gegen- als Rückenwind erwarten.“

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Mit Blick auf den Dollar erklärte er, Daimler habe sich im laufenden Jahr zu rund 80 Prozent gegen Währungsrisiken abgesichert. Der Konzern rechne mit einer deutlich niedrigeren Pkw-Nachfrage in den USA als im Vorjahr. Wachstumstreiber blieben dagegen die Schwellenländer. Insgesamt gehe der Konzern für das laufende Jahr aber davon aus, dass die weltweiten Märkte um rund 2 Prozent wachsen. Für die Mercedes-Gruppe werde ein neuer weltweiter Absatzrekord angepeilt.

Neue Stellen in Deutschland

Im schwächelnden Nutzfahrzeuggeschäft geht das Unternehmen von einer Erholung aus. „Unsere Trucks sind auf guten Kurs.“ Im letzten und im laufenden Jahr sollen in diesem Bereich insgesamt über 1.300 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Aktionärsschützer lobten weitgehend den Kurs von Zetsche. Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, man fühle sich ein wenig fremd, wenn man hier nur lobe. Mit der Trennung von Chrysler habe man im letzten Jahr „wichtige psychologische Punkte“ erledigt. Verhaltene Kritik übte er an Zetsches Vergütung für das vergangene Jahr. Der Sprung auf 8,55 Millionen Euro hätte etwas moderater ausfallen können. Carmen Weber von der Fondsgesellschaft DWS sagte, die Aktie habe den Eigentümern im Jahr 2007 inklusive der Dividendenzahlung eine Rendite von 45 Prozent beschert. Der Autobauer will die Aktionäre mit einer von 1,50 auf 2 Euro erhöhten Dividende je Aktie am Unternehmenserfolg beteiligen.

Das Unternehmen denkt im Zusammenhang mit der Erweiterung der Modellpalette im Bereich der A- und B-Klasse über den Bau einer weiteren Fabrik in Osteuropa nach, bekräftigte Zetsche. Das erhöhe die Wirtschaftlichkeit und sichere damit auch Arbeitsplätze im badischen Rastatt. Bis 2010 wolle der Autobauer fast 14 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren, erklärte Zetsche. 

Keine neue Strategie zur CO2-Reduzierung

Mit Blick auf die Diskussion über die Reduzierung des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 sagte er, dass Thema sei nicht neu. „Und es beschränkt sich auch nicht nur auf Kohlendioxid.“ Man werde die Strategie deshalb nicht ändern und nur noch kleine Autos bauen. Das Unternehmen setze auf die Weiterentwicklung der Motoren, den Hybridantrieb - die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor sowie auf Brennstoffzellen- und Batterieantrieb.

Beteiligung bei EADS wird nicht geändert

Der Autobauer will sein Engagement beim kriselnden Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS vorerst nicht verringern. Zetsche sagte, man wolle ein verlässlicher Partner sein. EADS habe eine gesunde Basis für weiteres profitables Wachstum. Der Aktienkurs des Papier legte an der Börse in Frankfurt am Main im Laufe des Tages leicht zu. Am Nachmittag notierte die Aktie bei 53,21 Euro.

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