Datennetz: Cisco-Chef Chambers sieht Wendepunkt

Datennetz: Cisco-Chef Chambers sieht Wendepunkt

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Cisco-Chef John Chambers

Cisco gilt als Indikator, wie stark und in welche Richtung sich die Weltwirtschaft bewegt. Der Silicon-Valley-Konzern ist der größte Ausrüster fürs globale Datennetz, auch Klempner des Internets genannt.

Da ohne World Wide Web kaum noch was läuft, sind die Auftragseingänge von Cisco ein Barometer, ob es in der Wirtschaft nach oben oder nach unten geht. Zudem hat Cisco-Chef John Chambers schon mehrere Krisen durchgemacht. Sein Urteil hat Gewicht und obwohl Chambers von seiner Natur her optimistisch ist, wählt er seine Worte stets vorsichtig, da sie ein Beben an der Börse auslösen können. Allerdings ist er wie jeder börsengeschulte Vorstandschef ein Meister darin, stets das Positive hervorzuheben.

Auf den ersten Blick sieht das gestern Nacht verkündete Quartalsergebnis von Cisco schlecht aus. Der Profit ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast die Hälfte auf 1,1 Milliarden Dollar gefallen, der Umsatz um 18 Prozent auf 8,54 Milliarden Dollar zurückgegangen. In Europa ist der Umsatz gar um 19 Prozent geschrumpft. Zuwachs gab es nur im Servicegeschäft, das um fünf Prozent zulegte. Und das laufende Quartal sieht nicht viel besser aus – Chambers erwartet einen Umsatzrückgang von 17 Prozent.

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Optimismus trotz mieser Zahlen

Trotzdem ist er zufrieden. Mehr noch: „Es könnte sein, dass wir einen Wendepunkt erreicht haben“, sagt der Konzernchef und fügt schnell hinzu: „Es ist allerdings zu früh, schon einen Aufschwung auszurufen. Aber es ist der erste positive Trend, den wir sehen.“ Chambers will mit seinem Urteil lieber noch mehrere Quartale abwarten. Für Europa erwartet er weiter harte Zeiten, weil dort die Krise erst später als in den USA eingesetzt habe.

Wie passt dieser Optimismus mit den miesen Zahlen zusammen? Zum einen schaut der Gewinnrückgang wegen Steuer- und Pensionsrückstellungen von 312 Milionen Dollar dramatischer aus, als er tatsächlich ist. Was erstmal nichts über den Geschäftsverlauf aussagt. Außerdem ist es gerade in Krisenzeiten verfälschend, den Umsatz unbedingt mit dem Vorjahreszeitraum zu vergleichen. Zumal das vierte Quartal 2008 laut Finanzchef Frank Calderoni das umsatzstärkste Quartal in der Geschichte Ciscos war.

Was Chambers so optimistisch stimmt, ist der Fakt, dass der Auftragseingang im vergangenen Quartal erstmals wieder angezogen ist und damit wieder in gewohnter Norm lag.

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