HB FRANKFURT. Im Wochenvergleich büßte der Dax damit rund 170 Punkte ein. Der MDax mittelgroßer Werte hielt sich unterdessen mit 0,32 Prozent auf 8 808,33 Punkte im Plus. Für den TecDax ging es um 0,54 Prozent auf 693,42 Zähler nach unten. “Es ist das Gleiche wie gestern“, stöhnte ein Händler am späten Freitagnachmittag. Nach Unterschreiten des Wochentiefs im Dax-Futures seien automatische Verkaufsaufträge im Terminmarkt ausgelöst worden. Dadurch gab der Dax zeitweise um mehr als 100 Punkte nach. Der Leitindex verliere prozentual mehr als selbst die US-Börse Nasdaq, fügte der Händler hinzu. Am Terminmarkt verdoppelte sich der Tagesumsatz seit Veröffentlichung des ISM. In rund 45 Minuten seien 65 000 Dax-Kontrakte „durchgejagt“ worden. Zudem würden Verkäufe von Handelssystemen belasten, die bei steigendem Euro automatisch auf sinkende Dax-Kurse spekulierten. Der Kurseinbruch am deutschen Aktienmarkt führte auch zu einem heftigen Ansprung der Volatilitäten. Der VDax überrannte infolgedessen sowohl die 16%- als auch die 17%-Marke und stand am späten Nachmittag bei 17,3%. Dies implizierte einen möglichen Dax-Fall am Montag bis auf 6 174 Punkte. Aktueller Hintergrund: Der US-Einkaufsmanagerindex, einer der wichtigsten Indikatoren an den Finanzmärkten, fiel im November unter 50 Punkte, was tendenziell auf eine Abschwächung der Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft hindeutet. Eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed) werde damit wahrscheinlicher, sagten Händler. Entsprechend gab der Dollar weiter nach. Der Euro stieg entsprechend auf mehr als 1,33 Dollar. Anleger am Rentenmarkt reagierten gelassen auf die schwachen Daten aus Übersee.
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„Wir sehen eine Gegenbewegung auf die Verluste von gestern“, erläuterte ein Händler. Ein kräftig anziehender Ölpreis, ein steigender Euro-Kurs sowie schwache US-Konjunkturdaten hatten den Dax am Donnerstag 0,86 Prozent tiefer schließen lassen. Nach Einschätzung von Börsianern sollten die stark vom Export abhängigen deutschen Unternehmen einen Eurokurs bis 1,40 Dollar verkraften können.
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„Wenn an zwei Tagen hintereinander wichtige Indikatoren eine Abkühlung der US-Wirtschaft signalisieren, kann das nicht ohne Folgen bleiben“, sagte ein Händler in Frankfurt. Händler machten auch den weiteren Anstieg des Euro, der auf 1,3348 Dollar sprang, für die Verluste verantwortlich. Die Aktien der exportsensiblen Branchen litten besonders unter der Korrektur. Grund für das massive Plus der Gemeinschaftswährung seien Befürchtungen, die US-Notenbank werde schon bald mit einer Zinssenkung auf die sich abzeichnende Schwäche der US-Konjunktur reagieren, sagte ein Analyst. Diese Aussicht setzte den Dollar unter Druck, weil Finanzanlagen im Dollarraum an Attraktivität verlieren würden. Die im Tagesverlauf immer weiter geschrumpfte Gewinnerliste im Dax führten mit großem Abstand die Aktien der Lufthansa an. Titel der Fluggesellschaft verteuerten sich in der Spitze um 5,6 Prozent und notierten mit 19,85 Euro so hoch wie seit Sommer 2001 nicht mehr. Später blieb noch ein Plus von 3,67 Prozent auf 19,49 Euro übrig. Händler verwiesen auf eine Kurszielanhebung durch die Investmentbank Morgan Stanley auf 25 von 18,20 Euro. Hinter Lufthansa reihten sich Hypo Real Estate mit einem Kursanstieg von bis zu 2,7 Prozent auf 45,25 Euro in die Gewinnerliste ein. Händler sprachen von einer technischen Erholung. Die Titel des Immobilienfinanzierers hatten in den vergangenen vier Wochen mehr als zehn Prozent an Wert verloren. Im Fokus der Anleger standen nach einem Rekordgewinn und der Anhebung der Dividende Thyssen-Krupp. Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bezeichnete die Zahlen des Stahlherstellers für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005/06 als insgesamt positiv. „Die Anhebung der Dividende fiel etwas höher aus als vorhergesagt“, sagte er. Die Ankündigung der Alfried-Krupp-Stiftung, ihre Beteiligung an dem Konzern auf über 25 Prozent des Grundkapitals aufzustocken, stieß bei Hofmann auf Anklang. „Das bringt Ruhe. Die Übernahmespekulationen sind damit obsolet“, sagte er. Die Aktie drehte nach einem anfänglichen Plus von zwei Prozent im Handelsverlauf ins Minus und beendete die Woche bei 28,66 Euro - ein Abschlag von 1,65 Prozent. Für den Kursrückgang der Metro-Aktien um zwei Prozent auf 46,11 Euro machten Händler Gewinnmitnahmen verantwortlich. Die Aussicht auf ein starkes Weihnachtsgeschäft hatte den Aktienkurs des Handelskonzerns in den vergangenen beiden Tagen deutlich nach oben getrieben. Bei den Nebenwerten im MDax verteuerten sich die Titel von EADS um 3,13 Prozent auf 23,05 Euro. Wie eine Person aus dem Umfeld des Verwaltungsrates sagte, will der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern noch am Freitag die Markt-Einführung seines neuen Flugzeugs Airbus A350 XWB beschließen.





















