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DB City Night Line: Deutsche Bahn macht mit Nachtzügen Verluste

von Christian Schlesiger

Die Deutsche Bahn verzeichnet bei Nachtzügen ein Umsatzplus. Die Auslastung liegt bei mehr als 70 Prozent, trotzdem erwartet die Bahn bis 2014 Verluste.

Die Nachtzüge der Deutschen Bahn laufen in diesem Jahr besser als geplant. „Die Anzahl der Fahrgäste ist gewachsen“, sagte Christian Brambring, Chef der DB Autozug GmbH, gegenüber der WirtschaftsWoche. „Der Umsatz stieg angebotsbereinigt im hohen einstelligen Prozentbereich.“ Profitiert haben die Nachtzüge DB City Night Line, die seit diesem Jahr in der Autozug-Gruppe der Deutschen Bahn integriert sind, vor allem davon, dass der Luftraum über Europa wegen der Aschewolke zeitweise gesperrt war.

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Überlegungen, Nachtzugverbindungen einzustellen, erteilte der Bahn-Manager eine Absage. „Wir haben jetzt ein stabiles Netz, das wir nur noch geringfügig anpassen müssen“, sagte Brambring. 2011 bietet DB City Night Line die Verbindung Hamburg-Paris dann ohne Umstieg an, 2012 folge voraussichtlich Kopenhagen-Prag als neue Direktverbindung. Ziel sei es, 14 bis 15 Wagen pro Zug wegen der hohen Fixkosten gut auszulasten. „Das gelingt uns immer besser“, so Brambring. In den buchungsstarken Monaten Juli und August liege die Auslastung bei mehr als 70 Prozent.

Dennoch bleiben Auto- und Nachtzüge ein Verlustgeschäft für die Deutsche Bahn. Laut streng vertraulicher Mittelfristprognose, die der WirtschaftsWoche vorliegt, werden die Nachtzüge erst 2014 in die Gewinnzone zurückkehren. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei rund 49 Millionen Euro. Der operative Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag 2009 bei fast sechs Millionen Euro. 2014 soll die Gewinnschwelle erreicht werden.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.05.2011, 12:56 UhrAnonymer Benutzer: Ingrid Gaumitz

    Ein großer Fehler war, die Nachtverbindung von München nach Kopenhagen einzustellen. ich habe sie regelmäßig genutzt. Und dies alles aus Gründen der Rentabilität ! München ist für viele Skandinavier eine sehenswerte Metropole und ich beobachtete zahlreiche Zusteiger aus DK und Schweden. Der ganze süddeutsche Raum ist abgeschnitten. Viele Nordurlauber fuhren nach Österreich weiter. Wieso rentiert sich die Strecke basel/Kopenhagen mehr ?

  • 16.11.2010, 02:34 UhrAnonymer Benutzer: David Nijenhuis

    CNL muss auch nicht soviel Geld für einen Aufpreis fragen. 60 Euro im Schlafwagen ist happig, (120 euro für 2 Personen). Dafür bekommt man ein grosses Doppelzimmer in 2-3 Sternen hotel. Die Online-buchungsmöglichkait für T3 soll zurückkehren. 40 euro geht nochg, 60 euro zahlen werden weniger Leute machenstatt 40 euro und mit 2 anderen in einem Abteil findne viele Leute kein Problem, aber Db und CNL denken nur an Geld verdienen und das nehmen mehr und mehr Leute nicht mehr! Darum sind CNL-Züge so schwach ausgelastet!

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