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Deutsche Bahn: Bahnchef Grube meint es ernst mit Arriva

von Christian Schlesiger

Das koportierte Kaufangebot in Höhe von 2,7 Milliarden Euro wäre ein Indiz dafür, dass der Bahnchef Arriva unbedingt kaufen will. Doch der Preis könnte steigen.

Deutsche Bahn-Chef Rüdiger Quelle: dpa
Deutsche Bahn-Chef Rüdiger Grube Quelle: dpa

Auf der Bilanzpressekonferenz am 25. März sagte Rüdiger Grube zum möglichen Kauf von Arriva: "Der größte Stein ist der Preis." Nun will die Deutsche Bahn offenbar rund 2,7 Milliarden Euro bieten. Das meldeten der an den Planungen involvierte Vertraute. Der Preis wäre ein klares Zeichen dafür, dass es Bahnchef Grube ernst meint mit der Internationalisierung des Geschäfts. Unter Experten gilt der Eröffnungspreis als vergleichsweise hoch.

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Grube zu Aufpreis bereit

Denn möglich ist, dass auch die französische SNCF noch in den Bieterkampf einsteigt, was den Kaufpreis weiter nach oben treiben würde. Grube sieht das offensichtlich als realistisches Szenario und rüstet sich für das Gefecht: Statt des gesamten Aufsichtsrats soll künftig der Präsidial-Ausschuss ein höheres Angebot durchwinken können. Grube sichert sich dadurch Flexibilität und erhöht seine Chancen, am Ende als Sieger eines Bieterkampfes hervor zu gehen.

Für Grube hat die Expansion ins Ausland inzwischen allerhöchste Priorität. Der Bahnchef, der seit fast einem Jahr im Amt ist, weiß, dass Arriva die derzeit einzig realistische Kaufgelegenheit ist. Andere Nahverkehrsunternehmen auf der Schiene gehören entweder staatlichen Wettbewerbern oder stehen aus strategischen Gründen nicht zum Verkauf. Insofern dürfte Grube bereit sein, für Arriva einen strategischen Aufschlag auf den Kaufpreis zu zahlen.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.04.2010, 14:30 UhrAnonymer Benutzer: Indianerweisheit

    Erst dann,

    wenn die letzte Nebenstrecke in einen Fahrradweg verwandelt wurde,
    wenn die usbekische Eisenbahn den deutschen S-bahn-Verkehr betreibt,
    wenn hier im Fernverkehr nur noch der TGV verkehrt und zwar mit Platzbuchungspflicht,
    wenn die Autobahnen für den LKW-Verkehr alle zehnspurig sind und
    wenn das Land in Abgasen erstickt,

    werden vielleicht einige der sich hier äußernden bahnkenner einräumen, dass es früher - mit der Db AG - vielleicht doch besser war.

  • 20.04.2010, 12:21 UhrAnonymer Benutzer: Bahnkunde

    Die Großmannsucht in den Führungsetagen ist einfach nur zum Kotzen.Vielleicht sollten Sie zuerst mal ihre Hausaufgaben machen, Herr Grube. Dazu gehörten: PÜNKTLiCHE ZÜGE, freundliches Personal und gewartete Züge.

  • 20.04.2010, 11:50 UhrAnonymer Benutzer: Oberbayer

    Oh je, ein Ex-Daimler-Manager auf Einkaufstour im Ausland und am
    Heimatmarkt fallen die Türen und Räder vom Zug.
    Wohin strategische Aufschläge bei Staatsunternehmen führen, sehen
    wir derzeit am besten bei der bayern-Lb...

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