Deutsche Bahn: Hambrecht ausichtsreichster Kandidat für Müller-Nachfolge

Deutsche Bahn: Hambrecht ausichtsreichster Kandidat für Müller-Nachfolge

von Reinhold Böhmer

Der Vorstandsvorsitzende des Chemiekonzerns BASF, Jürgen Hambrecht, wird in der Bundesregierung als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Werner Müller an der Spitze des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn gehandelt.

Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Aufsichtsratskreisen des Staatskonzerns. Nach Meldungen von heute, wonach die Bundesregierung die Amtszeit von Müller nicht über Ende März hinaus verlängern wolle, hatte dieser die Flucht nach vorn angetreten und seinerseits eine weitere Amtszeit ausgeschlossen.

Gemeinsame Bekannte bei Daimler

Hambrecht gilt als Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich von ihm in wirtschaftlichen Fragen beraten lässt. Seine Amtszeit als Vorstandsvorsitzender von BASF endet im Frühjahr 2011, womit Hambrecht genügend Zeit für den obersten Kontrollposten bei der Bahn hätte. Zudem kennen sich Bahn-Chef Rüdiger Grube und Hambrecht von Daimler, wo Grube Jahre lang als Manager arbeitete und Hambrecht im Aufsichtsrat sitzt.

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Hambrecht ist das Eisenbahn-Geschäft nicht fremd. Um der Deutschen Bahn Konkurrenz zu machen und deren Preise zu drücken, hatte die BASF im Jahr 2003, sechs Jahre nachdem Hambrecht in den Vorstand aufgestiegen war, eine Güterbahngesellschaft namens rail4chem mitgegründet.

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