Deutsche Bahn: Vier Prozent mehr: Mehdorn greift Fahrgästen tiefer ins Portemonnaie

Deutsche Bahn: Vier Prozent mehr: Mehdorn greift Fahrgästen tiefer ins Portemonnaie

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Selbst ist der Mann oder die Frau: Wer von 2009 an seinen Bahnfahrkarten am Schalter kauft, zahlt mehr

Die Bahn erhöht zum Jahresende kräftig die Preise und verlangt zudem künftig einen Zuschlag von 2,50 Euro für den Fahrkartenkauf am Schalter. Tickets der zweiten Klasse werden vom 14. Dezember an durchschnittlich um 3,9 Prozent teurer, wie Personenverkehrs-Vorstand Karl-Friedrich Rausch heute in Berlin ankündigte.

 Die Bahn begründete die Preisanhebung mit stark gestiegenen Kosten für Energie und der Lohnerhöhung für die Eisenbahner. Außerdem drängt der Konzern seine Kunden zum Fahrkartenkauf im Internet oder am Automaten: Für die persönliche Bedienung am Schalter soll künftig in der Regel ein „Bedienzuschlag“ von 2,50 Euro fällig werden. Rausch sprach dennoch von einer moderaten Preiserhöhung und verwies auf stärkere Steigerungen bei anderen Verkehrsmitteln. Flugtickets seien knapp elf und Autofahrten sogar 15 Prozent teurer geworden.

Außerdem seien knapp 90 Prozent der Kunden mit Rabatt unterwegs, etwa als Besitzer einer Bahncard. Auf sie schlügen die Preiserhöhungen nur teilweise durch. „Die absolute Steigerung für unsere Kunden ist relativ gering“, betonte Rausch. Die Bahncard 50 verteuert sich um fünf auf 225 Euro.

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Kritik an dem neuen Zuschlag für den Fahrkartenkauf am Schalter wies Rausch zurück. Anders sei das flächendeckende Schalternetz nicht zu halten. Im übrigen bleibe die reine Beratung am Schalter kostenfrei. Kunden könnten sich also zunächst am Schalter eine passende Verbindung heraussuchen lassen und den Zug dann am Automaten nebenan buchen. 60 Prozent der Reisenden buchten ohnehin bereits im Internet oder am Automaten. Bisher wurden Bedienzuschläge nur für die Buchung von Spartickets am Schalter fällig.

Um den Reisenden den Umgang mit der Maschine zu erleichtern, will der Konzern bis 2011 für rund 150 Milionen Euro 7000 neue Automaten installieren. Damit werde die Buchung schneller, einfacher und komfortabler, versprach Rausch. Außerdem sollten die Geräte vereinheitlicht werden und künftig sowohl Fern- als auch Regionalverkehrstickets ausspucken.

Bisher bilden sich vor den Automaten immer wieder lange Schlangen, weil viele Kunden sich damit nicht zurechtfinden. Auch auf den Ärger über lange Wartezeiten am Schalter will die Bahn reagieren: In Spitzenzeiten solle hier mehr Personal eingesetzt werden, kündigte Rausch an. Wie viel Mehreinnahmen die höheren Fahrpreise und der neue Zuschlag bringen sollen, wollte Rausch nicht sagen.

Der Konzern rechne aber wegen der anhaltenden Kostensteigerung im Flug- und Straßenverkehr weiter mit deutlich zunehmenden Passagierzahlen. Als letzter großer Staatskonzern in Deutschland will die Bahn im Herbst den Börsengang wagen. Kritiker hatten dem Konzern immer wieder vorgeworfen, deshalb die Kosten zu drücken und die Preise zu erhöhen.

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