dpa/rtr FRANKFURT. Der geplante Verkauf von Firmen- und großen Industriebeteiligungen sowie Immobilien sei in der Öffentlichkeit als „Verkauf von Tafelsilber“ häufig missverstanden worden, betonte Ackermann. An dem durch die Beteiligungen gebundenen Kapital von etwa 20 Prozent des Eigenkapitals verdiene sein Haus „aber gar nichts“. Deshalb hat der deutsche Branchenführer die Entscheidung gefällt, neben dem globalen Investment- und Firmenkundengeschäft sich auf die Privatkunden zu konzentrieren.
Der Umbau des größten deutschen Finanzhauses habe bereits zu einer massiven Kostensenkung und Ertragssteigerung geführt. Allein im Unternehmensbereich Privatkunden, das in der Phase des Börsenbooms zunächst in eine Tochter ausgelagert war, habe die Bank ihre Erträge bereits mehr als vervierfacht.
Vor diesem Hintergrund legte Ackermann erneut ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab. „Ohne starken Heimatmarkt gibt es keine Chance, als weltweit globale Bank tätig zu sein“. Wer weiter über eine Verlagerung der Frankfurter Zentrale spekuliere, „hat das Wesen der Bank nicht erkannt“.
Tritt auf die Kostenbremse
„Wir erwarten, dass die Kosten unter 16,5 Milliarden Euro sinken“, sagte der Vorstandschef weiter. Die Bank verbuchte 2002 Kosten von 19,4 Milliarden Euro und im ersten Halbjahr 2003 Kosten von 8,85 Milliarden Euro.
Die Aktien der Deutschen Bank gewannen im frühen Handel rund vier Prozent.






















