Kommentare zu: Ackermanns Alchemie

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5 Kommentare
  • 28.07.2009, 18:37 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    Der Kommentator böschen sieht die Situation viel zu negativ. Es ist doch klar, daß man mit Privatkunden und in der Vermögensverwaltung nicht im entferntesten einen Gewinn wie im investmentbanking erwirtschaften kann. Das investmentbanking ist aber unverzichtbar in einer modernen Volkswirtschaft und hier ist die Db bei den Großen mit dabei. Wer absolut kein Risiko will, soll bausparer werden. Als Aktionär kann man stolz auf die Db und "Joe" sein. Und das Modell "Commerzbank"? Da kann man noch lange auf einen anständigen Gewinn warten: blessing ist ganz blassing.

  • 28.07.2009, 19:45 UhrAnonymer Benutzer: steigenberger

    Die ungesunde "über"-abhängigkeit vom investmentbanking u. eigenen trades setzt die Db. voll der volatilität der märkte aus.
    andere player wie UbS sind letztlich wegen des risikoreichen investmentbankings falliert; dies kann auch der Db passieren, wenn ihre superinder im londoner office mal auf die falschen pferde setzen.
    es ist doch interessant, dass nur wenige internationale "Grösst"-banken hohe gewinne schreiben= Goldman , J.P. morgan, bank of america, wells Fargo u. Db u. CS; viele andere grosse banken wie iNG, RbS,barclays u. die Japaner sind sehr stark zurückgefallen - wenn das nicht mal irgendwann genauso mit der Db passiert , dann muss Ackerm. aber nicht mehr an bord sein.

  • 28.07.2009, 20:20 UhrAnonymer Benutzer: Klaus F.

    Solange die bilanzregeln wachsweich und überaus intranzparent sind, kann Herr Ackermann eine beliebige Zahl (i.d.R. Gewinn) vorgeben und die bilanz wird „legal“ so frisiet bis die gewünschten Zahlen passen.

    Nur ein beispiel:
    Level 3 Assets sind Papiere für die kein Markt und folglich keine Preise existieren. Das gilt etwa für große Teile des billionen Dollar schweren Segmentes verbriefter Kreditforderungen.
    So liegt bei der Deutschen bank das Verhältnis von Level3 Assets zum Eigenkapital bei über 220% (!). Für eine Schätzung dieser Preise - ehrlicherweise kann in diesem Zusammenhang von „bewertung“ keine Rede sein – greift man daher auf Annahmen des Managements des jeweiligen Halters der Papiere zurück. Das können Sie sich, wenn Sie mit bilanzen nicht so viel am Hut haben, ungefähr so vorstellen. Sie werden im Rahmen einer Verkehrskontrolle angehalten und sollen sich einem Alkoholtest unterziehen. Leider gibt es kein Messgerät. Erstaunlicherweise wird jetzt keine offizielle Stelle zu Rate gezogen, vielmehr dürfen sie selbst ran und schätzen nun ihre Fahrtauglichkeit
    ein. „ikannofaaahrn“, wäre in diesem Falle wohl eine typische Einschätzung. Mit dieser Level 3 Fahrtauglichkeit könnten sie sich dann wieder auf den Weg machen.

    Der unehrliche und intransparente Weg wird derzeit weiter verfolgt. Die Vermeidung von Abschreibungen durch Verschleierung von Verlusten, die auf diese Weise nicht verschwinden sondern einfach in die nächsten Jahre verschoben werden, steht offensichtlich im Mittelpunkt.

    banken legen die Meßlatte bei der Kreditvergabe in die Realwirtschaft zurzeit sehr hoch an. Sie sollten die gleichen Kriterien mal bei sich selbst anlegen und sich nicht auf staatliche Subventionierung und Schirme verlassen, sowie ihre bilanzen von diesen unseriösen Luftbuchungen bereinigen.

    Gruß
    Klaus F.

  • 28.07.2009, 21:05 UhrAnonymer Benutzer: Klaus F.

    Ergänzung bzgl. bankbilanzen frisieren und der weiterhin vorhandenen intransparenz.
    Dieser bericht ist zwar bereits einige Monate alt, hat aber an Aktualität nicht verloren. Für nicht bilanzexperten vereinfacht aber dennoch treffend erklärt:

    http://www.youtube.com/watch?v=nMdEZiJqV4k

  • 29.07.2009, 12:34 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    @steigenberger: Es ist ja nicht zum aushalten. UbS war bereits faktisch zweimal pleite. Das soll das Vorbild sein? Da macht die Deutsche bank im ersten Halbjahr 2,3 Mrd. Gewinn, braucht keine Staatshilfe und legt noch eine Risikovorsorge an. Und ... die Leute meckern. Verstehe wer das will. Neid, Neid, Neid...

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