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Deutsche Post: De-Mail läuft nur schleppend an

von Christian Schlesiger

Der Briefvorstand der Deutschen Post, Jürgen Gerdes, muss die neue Konkurrenz für seinen E-Postbrief nicht fürchten.

Internetseite e-brief der Deutschen Post AG. Quelle: dapd
Internetseite e-brief der Deutschen Post AG. Quelle: dapd

Zwar gilt seit Mai dieses Jahres das De-Mail-Gesetz, das es Internet-Providern erlaubt, mit Privat- und Geschäftskunden über E-Mails zu kommunizieren, die rechtsverbindlich und sicher sind. Doch vor dem Start muss das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Dienste zertifizieren. Dieser Prozess läuft schleppend. „Mit der ersten Akkreditierung ist nach jetzigem Kenntnisstand gegen Ende des Jahres 2011 zu rechnen“, heißt es beim BSI.

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Erste Unternehmen wie T-Systems, Mentana oder United Internet befänden sich „in der Vorbereitung“. Einige dieser Unternehmen hatten sich zuvor an dem staatlich geförderten Pilotprojekt in Friedrichshafen beteiligt. Der E-Postbrief ist schon vor einem Jahr gestartet, aber nur ein Vorläufer der De-Mail.

Keine Gefahr für den Papierbrief

Die Bundesregierung hatte erwartet, dass sich mehr Unternehmen für das neue De-Mail-Verfahren melden. Jeder vierte der jährlich rund 17,5 Milliarden Briefe würde sich eignen, als De-Mail versendet zu werden, schätzte das Bundesinnenministerium. Der zähe Prozess schürt Zweifel am Siegeszug der De-Mail. Bislang haben sich rund eine Million Nutzer vorab registriert.

Einen Schub erwarten die Unternehmen von 2012 an. Dann sei die technisch schwierige Akkreditierung abgeschlossen. Für die Deutsche Post ist die Verzögerung eine gute Nachricht. Zwar haben sich für ihren E-Postbrief erst etwas mehr als eine Million Nutzer angemeldet, aber solange beide Systeme, E-Postbrief und De-Mail, nicht rund laufen, werden sie dem traditionellen Briefversand nicht gefährlich.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.11.2011, 16:06 Uhriknowdemail

    So ein Bullshit. Einfach es mal machen wie die Pinguine. fres......
    Rechtssicher und verschlüsselung z.b. Sind verschiedene dinge. mithören tut der staat immer und überall. entsprechende schnittstellen sind pflicht. egal welches kommunikationsmittel.

    Ach was solls, man muss ja "noch" nicht mitmachen.

  • 28.07.2011, 10:15 UhrKarl Soed

    Die Vorraussetzungen für eine Akkreditierung durch das bMi sind viel zu schwammig und kompliziert.
    bei Web.de und GMX z.b. ist eine Reservierung ohne Mobilfunknummer nicht möglich.
    Wer kein Handy besitzt oder seine Mobilfunknummer nicht angeben will, keine De-Mail.

  • 20.07.2011, 08:16 UhrJoselyn

    Das braucht nun wirklich keiner. Wenn man etwas versenden möchte, reicht in den meisten Fällen eine normale E-Mail. im geschäftlichen bereich müssen viele Dokumente mit Original-Unterschrift abgegeben werden.

    Weiterhin ist die Post/Telekom ja nun auch wirklich nicht für ihre Sicherheit in bezug auf s internet bekannt ! Wer garantiert dem Kunden eigentlich, dass keiner mitliest bzw. die Daten nicht irgendwohin weitergegeben werden ? ich persönlich traue der Sache nicht.

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