Deutsche Post: Rechtsverbindlicher Online-Brief soll rund 20 Cent kosten

Deutsche Post: Rechtsverbindlicher Online-Brief soll rund 20 Cent kosten

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ARCHIV - Ein Postbote faehrt am 16. September 2009 ueber den Marktplatz in Bremen. Die Deutsche Post wehrt sich gegen den vom Bundeskabinett beschlossenen Wegfall der Umsatzsteuerbefreiung fuer Geschaeftskunden. Die Post erwarte, dass die Steuerbefreiung bestehen bleibe, wie es auch der Europaeische Gerichtshof (EuGH) und die EU-Mehrwertsteuerkommission vorgegeben haetten. Der Sprecher bestaetigte damit einen Bericht des "Handelsblatts", veroeffentlicht am Donnerstag, 17. Dezember 2009. (AP Photo/Joerg Sarbach,file) --- FILE - In this Sept. 16, 2009 file photo a postman of Deutsche Post is seen on a yellow post bicycle crossing the market place of Bremen, Germany. (AP Photo/Joerg Sarbach, File)

von Christian Schlesiger

Die Markteinführung der rechtsverbindlichen E-Mail der Post ist für Juni geplant. Die Online-Briefe sollen 20 Cent kosten, Konkurrent 1&1 kündigt einen Preiskampf an.

Die Deutsche Post will bereits in vier Monaten das neue Produkt eines rechtsverbindlichen Online-Briefes auf den Markt bringen. Wie die WirtschaftsWoche aus Unternehmenskreisen erfuhr, will der Konzern die künftige im Bürgerportalgesetz definierte Email namens De-Mail im Juni als Hochpreisprodukt einführen. Dabei will sich die Post an der oberen Grenze der weltweit bereits bestehenden Angebote orientieren, die zwischen acht Cent in Dänemark und 22 Cent in Kanada liegen. Eine rechtsverbindliche E-Mail der Deutschen Post wird demnach voraussichtlich rund 20 Cent kosten.

Damit würde die Deutsche Post deutlich über den geplanten Tarifen der Konkurrenz liegen. So sieht 1&1-Vorstand Jan Oetjen, verantwortlich für die E-Mail-Anbieter Web.de und GMX, den Preis für eine De-Mail eher bei unter 15 Cent, möglich seien aber auch „einstellige Centbeträge pro De-Mail“, sagte er der WirtschaftsWoche. Die endgültige Preisstrategie, sagt Oetjen, habe er „aber noch nicht festgelegt“. Seit Oktober 2009 testen bereits mehrere Unternehmen wie Deutsche Telekom und 1&1 in einem Pilotprojekt in Friedrichshafen am Bodensee die De-Mail. „Das System läuft stabil“, sagt Oetjen.

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Die Post will für den neuen Dienst vor allem große Versicherungen und Unternehmen gewinnen, die beispielsweise Lohnabrechnungen, Rechnungen, Policen und Tarifänderungen bislang per Brief verschicken. Dabei will die Post vor allem mit ihrer Zuverlässigkeit und Datenschutz werben. Der Bonner Konzern hofft allein im ersten Jahr auf einen dreistelligen Millionenumsatz mit dem Online-Brief. Dem Vernehmen nach sind nach dem ADAC, der mit der Post kooperieren will, aktuell etwa zehn große Unternehmen an dem neuen Post-Service interessiert.

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5 Kommentare zu Deutsche Post: Rechtsverbindlicher Online-Brief soll rund 20 Cent kosten

  • Post hofft auf dreistelligen Millionenumsatz... das hiesse mind. 500 Mio. briefe, richtig ? 500 Mio. blatt Papier ! Wäre da ein "rechtverbindlicher Online-brief"-Kasten nicht erstrebenswerter ? Ausdrucken lassen, bei tatsächlichem bedarf

  • So frech muss man erst mal sein, 20 Cent für ein E-Mail (denn es soll ja gerade nicht zugestellt werden als brief, diese Variante soll 46 cent kosten).
    Aber andererseits: So blöde Nutzer muss man auch erst mal finden. Fax ist billiger.

  • Wie kann man der Krise mit zunehmend aufmüpfigen bürgern den Kommunikationshahn abdrehen?

    Da gibt es zwei Möglichkeiten.

    1. Man lässt alle Telefonleitungen kappen!

    Das bringt Aufruhr! So macht man es in asiatischen Ländern! Das ist die Hammermethode!

    bei uns macht man das etwas eleganter:

    2. Man führt Kosten für Online-briefe ein.

    Damit wird die Datenflut gedrosselt und kassiert gleichzeitig von denen, deren Kommunikation beschnitten wird auch noch kräftig ab!

    ist das wahr? Ja! Oben ist der beweis!

    Die Post will Mitte des Jahres für Online-briefe Gebühren einführen und die Politiker freuen sich.

    Allesamt haben vergessen, dass wir das alles ja schon kräftig bezahlen oder haben Sie das hier zum Nulltarif?

    Es ist doch klar, dass die übrigen Anbieter nachziehen. Wir armen Rentner und alle anderen auch, sollen sich nicht mehr so gut austauschen oder organisieren können. Für die Regierenden wird die Luft langsam dünner. Die Gebühreneinführung wird uns in den nächsten Tagen als "wirtschaftlich notwendig" verkauft. in Wirklichkeit bezahlen wir für unsere eigene Kommunikationsbehinderung. ist das nicht mal wieder ein toller Schachzug gegen unzufriedene bürger?

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