Deutsche Post: Sammelklagen gegen DHL in den USA

Deutsche Post: Sammelklagen gegen DHL in den USA

von Thomas Stölzel

Dem Konzern droht in den USA eine Welle von Sammelklagen empörter Mitarbeiter. Die Pakettochter der Post wolle keine geleisteten Überstunden zahlen.

Im Streit um den Mindestlohn für Briefzusteller präsentierte sich die Deutsche Post gern als Kämpferin für die Rechte der Beschäftigten.

Man müsse "von seiner Arbeit auch leben können", sagte Post-Chef Frank Appel 2009.

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Im Ausland scheint es der Konzern mit der Fürsorge nicht so genau zu nehmen. Wegen ihrer Lohnpraxis steht nicht nur die niederländische Tochter der Post in der Kritik (WirtschaftsWoche 6/2010).

In den USA droht der Pakettochter DHL eine Welle von Sammelklagen wütender Mitarbeiter.

Sie wollen den Konzern zwingen, ihnen ihre zahlreichen Überstunden zu bezahlen. Die jüngste Klage wurde am 11. Februar bei einem Bezirksgericht im Bundesstaat Alabama eingereicht – wegen Verstoßes gegen das Gesetz für faire Arbeitsbedingungen.

Keine Überstundenprämie

In einigen Fällen richten sich die Klagen gegen DHL allein, in anderen zudem gegen Subunternehmen, an die der Konzern Paketfahrer ausgegliedert hat.

Da auch die ihre Anweisungen direkt von DHL erhielten, sei der Konzern in der Pflicht. In einer in Oklahoma eingereichten Klage, die der Richter im Januar als Sammelklage zugelassen hat, heißt es: „Zu allen relevanten Zeiten haben Kläger und Mitkläger regelmäßig mehr als 40 Stunden pro Woche gearbeitet und tun dies weiter, ohne die ihnen per Gesetz zustehende eineinhalbfache Überstundenprämie zu empfangen.“ Die Post wollte sich nicht dazu äußern.

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