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Deutsche Post: So wird das nix mit dem E-Postbrief!

von Christian Schlesiger

Die Deutsche Post verwirrt ihre Kunden mit kryptischen Nachrichten zum E-Postbrief. Die Zweifel am Erfolg der sicheren Internetkommunikation steigen.

Die Zweifel am E-Postbrief Quelle: REUTERS
Die Zweifel am E-Postbrief wachsen - droht das Internet-Projekt der Post mit wehenden Fahnen unterzugehen Quelle: REUTERS

Am Wochenende bekam ich Post - von der Post. "Persönlich" an mich, so stand es in der Adresszeile. Es musste also wichtig sein. Und so öffnete ich den Brief des Kundenservice der Deutschen Post. In der Betreffzeile heißt es dann: "AdressTAN zur Bestätigung Ihrer Postanschrift". Meine Aufgabe: Ich müsste meine "ausstehende Adressänderung" noch bestätigen.

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Wieder einmal verwirrt mich der Konzern mit unverständlichen Nachrichten. Wieso soll ich meine Postanschrift bestätigen, nachdem ich bereits vor mehr als acht Wochen mit meinem Personalausweis in einer Düsseldorfer Post-Filiale Name und Wohnort nachgewiesen habe? Und wieso ist von einer "Adressänderung" die Rede? Ich bin seit vier Jahren nicht umgezogen!

Der E-Postbrief, für den bundesweit auf Plakaten, im Fernsehen und im Internet geworben wird, ist ein kryptisches Konstrukt. Das Portal hat nicht nur technische Mängel, sondern es löst auch regelmäßig Stirnrunzeln aus: Wenn sich schon Menschen, die sich von Berufswegen mit dem Thema befassen, Schwierigkeiten haben, das Produkt zu verstehen, wie sollen es dann jene begreifen, die das Internet nicht als tägliche Informationsquelle nutzen!?

Zweifel am Erfolg

Die Deutsche Post ist dabei, den E-Postbrief vor die Wand zu fahren. Offizielle Zahlen zu registrierten und aktiven Nutzern gibt der Konzern nicht heraus. Doch es ist anzunehmen, dass das Angebot derzeit nicht sehr emsig genutzt wird. Schon allein der Preis in Höhe von 55 Cent pro verschickter E-Mail ist kaum vermittelbar. Der Konzern sollte sich ein Beispiel an Apple nehmen. Das iPhone ist deshalb ein Verkaufsschlager, weil es sich intuitiv bedienen lässt: einschalten, Apps runterladen, Spaß haben. Das Gerät macht das, was man von ihm verlangt. Anders beim E-Postbrief. Irgendetwas muss ich wieder falsch gemacht haben. Meine TAN ist plötzlich "ungültig". Ich verstehe nicht, warum. Egal. Ich nutze den E-Postbrief ohnehin nicht.

11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.12.2010, 09:02 UhrAnonymer Benutzer: Holla

    Hatt am Anfang ein paar technische Probleme, habe sie aber lösen können - allerdings ein Support auf einer Hauptpost wäre sehr hilfreich gewesen. Der E Post brief wird ein Erfolg, aber Wettbewerb muss zustande kommen. Notfalls müssen die anderen Anbieter eben über Zb ein banknetzt die Nutzer legitimieren lassen. E Pst genauso wie Elena sind zukunftsträchtige Mittel um Kosten und Zeit zu sparen (wobei bei Elena noch etwas der Klarschliff fehlt)

  • 11.12.2010, 12:30 UhrAnonymer Benutzer: Larry Taylor

    Allein die Verweigerung den Account in den eigenen E-Mail Client einbinden zu können (zumindest im basispaket) stört mich erheblich.

  • 20.11.2010, 17:13 UhrAnonymer Benutzer: opolis

    "Making Email Pay its Own Way" titelt das Wall Street Journal diese Woche: Der Artikel bezieht sich auf die Anstrengungen der Deutschen Post, Europas größten Postdienstleister, einen Teil des briefgeschäfts auf Online umzustellen.

    Demnach hofft die Deutsche Post auf die bereitschaft der deutschen bevölkerung, für die Zustellung von sicheren Online briefen (E-Postbrief) zu zahlen. Laut dem Wall Street Journal teilt die Deutsche Post mit, dass derzeit eine Million Nutzer für den Service registriert sind. Sie erteilt jedoch pikanterweise keine information darüber, wie viele E-Postbriefe seit beginn des Service im Juni 2010 tatsächlich versendet wurden.

    Jüngst hat die Deutsche Post sogar Teams von Hackern, Wissenschaftler und Sicherheitsexperten eingeladen, die Sicherheit des Systems zu testen. Den Teams wurde auch Geld in Aussicht gestellt, sollten irgendwelche Fehler im System aufgedeckt werden. – Sicherlich ein guter Marketing-Gag…

    Nur warum soll man eigentlich für die Versendung pro E-Postbrief 55 Cent zahlen, wenn man schon längst verschlüsselte E-Mails unbegrenzt und kostenlos mit Opolis Secure Mail (www.opolis.eu) versenden kann?

    Siehe auch Artikel:

    http://www.prlog.org/11084408-warum-fr-postbrief-der-deutschen-post-zahlen.html

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