Kommentare zu: Streit ums Briefmonopol der Post

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11 Kommentare
  • 25.01.2010, 11:23 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Die Mindestlöhne sind Erfindung der McKinsey-Chefs (Zumwinkel und der aktuelle CEO waren in diesem U.S.-Unternehmen jahrelang unterwegs). Die Mindestlöhne ruinieren den Wettbewerb, was interessante Einsichten in die Mentalität dieser berater und ihres Heimatunternehmens bietet.

  • 25.01.2010, 12:10 UhrAnonymer Benutzer: GustavMahler

    Die Politik ist nicht bereit zuzugestehen, dass wir für 3-4 Mio Menschen hier in Deutschland keine anständig bezahlten Arbeitsplätze mehr haben. Diese Arbeitsplätze wurden i.W. ins Ausland verlagert. Es sind durchweg relativ einfache Arbeiten.
    Wir müssen und mussten in unserer globalisierten Welt lernen, dass auch Menschen anderer Länder diese Arbeit verrichten kann.
    Davon abgesehen haben wir auch ein korrespondierendes inlandsproblem. Wir leiden unter hohen Steuern und Abgaben, die eine bildung eines auskömmlichen Arbeitslohns unter Unternehmer-gesichtspunkten fast unmöglich macht. Meine "freien" Gelder landen mittlerweile: benzin, Krankenkasse, Zusatzversicherung, Altersvorsorge, Energie. Dieser bereich ist exorbitant angestiegen, und mindert deutlichst meine Kaufkraft. Hinzu kommt ein Steuersystem, dass weitere Mittel abschöpft.
    Ehrlicherweise habe auch ich keine Antwort, wie man aus diesem Teufelskreis herauskommt.

  • 25.01.2010, 13:19 UhrAnonymer Benutzer: Sparer

    @ GustvaMahler:
    Die Antwort ist doch simpel: Der Staat muss seine Ausgaben massiv senken um in Folge die Abgaben- und Steuerbelastung massiv senken zu können. Damit er das tun kann, muss die bevölkerung einsehen, dass soziale Wohltaten (ewiges ALG-ii, fette Pensionen; Kindergeld nehme ich hier übrigens direkt mal aus) finanziert werden müssen und momentan eigentlich nicht finanziert werden können. Auf der anderen Seite sollte der Staat sofort anfangen, Netto-Subventionen (das sind die, wo Unternehmen direkt irgendwelche Gelder überwiesen bekommen; weniger Steuern sind nur weniger Diebstahl, keine Subvention) abzuschaffen und endlich mal das Versprechen einlösen, alle bürger, ob Unternehmer oder Arbeitnehmer, mit weniger bürokratie zu belasten. Aber auch hier muss letztlich das Wahlvolk ein Einsehen haben: Weniger bürokratie bedeutet auch weniger (sowieso nur gefühlte) Gerechtigkeit.

    Andererseits fehlt in der politischen Landschaft eine liberale Partei (nicht nur klientel-wirtschaftsliberal), die ihrem Namen auch treu ist. Da fällt die heutige FDP leider total aus!

  • 25.01.2010, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: biesi

    Mir konnte noch niemand erklären, warum unser sehr zuverlässiger Postdienstleister zwangsweise Wettbewerber benötigt. Hier geht es doch nur darum, vernünftig bezahlte Jobs durch vom Steuerzahler kofinanzierte Dumpingjobs zu ersetzen. Das ist asozial, dumm, falsch und aus gesamtgesellschaftlicher Sicht ein Verbrechen!

  • 25.01.2010, 19:20 UhrAnonymer Benutzer: Thomas

    Sollte der Mindestlohn kippen, würde dies bedeuten, dass die Lohnspirale weiter nach unten geht, die Deutsche Post sich an die Löhne anpassen muss und der Steuerzahlen am Ende draufzahlt. (Für die Aufstocker)

    Außerdem ist der briefmarkt ein schrumpfender Markt - warum muss hier eine Konkurrenz her, die nur mit Minilöhnen Profit macht?!

  • 25.01.2010, 19:56 UhrAnonymer Benutzer: Hans-Jörg

    Ersparen Sie doch ihren Lesern endlich die peinliche Dauerberichterstattung über die wirtschaftlichen interessen ihres (Mutter-)Verlages. Wenn das Monopol der Deutschen Post nur durch Lohndumping gebrochen werden kann sollten wir darauf verzichten! Lieber anständig bezahlte Monopol-Mitarbeiter als arbeitslose Post-Ex-Mitarbeiter und "geschleckerte" Privat-Postler.
    innovation geht anders.

  • 25.01.2010, 21:18 UhrAnonymer Benutzer: bewian

    Wir sind auf dem besten Weg uns selbst zu ruinieren. Maßstab für das Einkommen bei uns ist der Lohn in China, indien, brasilien usw. Was da billiger produziert werden kann wird "dort eingekauft" und hier produktionstechnisch abgebaut. Wem nützt das eigentlich und wer glaubt ernsthaft, das das unseren interessen dient? Richtig, nur denen, die davon profitieren, und das ist nicht die Mehrheit der bevölkerung. Wir befinden uns auf dem Weg nach unten und das dient nicht dem Wohl der bevölkerung. bedauerlicherweise verfügen wir nicht mehr über Politiker die über die Wahlperiode hinaus denken und handeln. Es ist einfach eine "Sauerei" wie wir für den Profit einer "Geldelite" in den Ruin getrieben werden.

  • 25.01.2010, 23:40 UhrAnonymer Benutzer: Christian

    ...GEiZ iST GEiL...viele Möchtegern-Unternehmer im neuen briefmarkt sind in ihrem Denken regelrecht vernebelt. Statt unternehmerischer Qualitäten, nur das "ewig glücklich machende und heilige" Geld vor Augen, haben sie keine besseren ideen, als bestehende Konkurrenz mittels schlecht bezahlter Mitarbeiter entgegen zu treten. Diesen Geld fixierten Leuten ist es ziemlich egal, wieviel Lohn ihre Mitarbeiter demnächst bekommen werden, wenn es keinen Mindestlohn in dieser briefbranche (und anderen) mehr gibt. Selbst 4 EURO pro Stunde werden ihnen dann irgendwann auch noch als zu viel Lohn erscheinen... Und einige Politiker, die finanziell gesehen nicht die geringsten Probleme zu haben brauchen, aber mitreden wollen, quatschen einen derartigen Schwachsinn, dass einem mehr als übel wird; weil sie ja schön brav den Kurs des Dumping-Unternehmens mittragen müssen, denn sie sitzen garantiert irgendwo im Aufsichtsrat. Ergo ist deren Verstand, wegen dieser Art der bestechlichkeit, ziemlich beschränkt, denn die negativen Folgen dieser ganzen Lohndumping-Prozesse können sie nicht mehr verstehen. Fazit : die Gier nach Geld frisst bei einigen Politikern und erst recht bei diesen Möchtegern-Unternehmern das letzte Gramm Hirn weg. Und so verbreitet sich bei diesen merkwürdigen Leuten mehr und mehr die Mentalität: wohin das alles führt, ist mir eh schnuppe, Hauptsache ich habe genug Geld AUF KOSTEN ANDERER herausgezogen. Auf dem Weg zu diesem WiDERWÄRTiGEM DENKEN sind wir wieder ein Stück weiter. Applaus...

  • 26.01.2010, 10:56 UhrAnonymer Benutzer: Anpassen!

    LERNT WAS iN DER SCHULE, DANN WERDET iHR AUCH WAS ! immer das blöde Gesülze über Produktionsverlagerung ins Ausland wos billiger ist. blablabla..
    Das sind sowiso Arbeiten die von dressierten Affen gemacht werden können und keinen Stundenlohn von über 10 € rechtfertigen.

    Deutschland und die übrigen industriestaaten müssen sich halt der Gegebenheit anpassen dass die industrie ein nichtzukunftsfähiger Sektor mehr ist.

    Es gibt aber auch noch den Tertialsektor.

    Wenn die Welt globalisiert, dann ist es ja logisch dass die Fabriken in die für sie interessanten Regionen ziehen.. Da wo die industrie verschwindet wird sich anderswie spezialisiert.

    beispiel Luxemburg. Grosse Stahlindustrien in den 60gern und 70gern. Dann zog die industrie grÖsstenteils weg. was haben die Luxemburger gemacht? Sich auf banken spezialisiert.

    Man muss sich eben anpassen können und nicht den alten Zeiten nachweinen. Das klappt nie!

  • 26.01.2010, 20:54 UhrAnonymer Benutzer: Dieter

    Kann mich da Hans-Jörg nur anschliessen!
    Es sollten alle Geschäftsmodellen,die nur auf Grund einer skandalösen bezahlung existieren, verboten werden. Das hat mit Unternehmertum nix mehr zu tun.

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