Deutsche Telekom: Kunden kritisieren T-Systems-Umbau

Deutsche Telekom: Kunden kritisieren T-Systems-Umbau

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Das Gebäude und Logo der Telekom-Tochter T-Systems, fotografiert am Mittwoch, 23. Juli 2008, in Frankfurt/Niederrad.

160.000 Geschäftskunden sollen zu T-Home wechseln – Nur 400 Großkonzerne dürfen bleiben.

Der Plan von T-Systems-Chef Reinhard Clemens, nur noch 400 Großkonzerne von T-Systems zu betreuen und alle anderen 160.000 Geschäftskunden zur Privatkundensparte T-Home abzuschieben, stößt bei den betroffenen Unternehmen auf Widerstand.

Das ergab eine Blitz-Umfrage der WirtschaftsWoche. Vor allem über Clemens’ Begründung, dass Mittelständler ohnehin „nur standardisierte Telekommunikationsprodukte nachfragen“, regen sich viele auf. Unter den Geschäftskunden, die zu T-Home gehen müssen, sind auch Großabnehmer, die einen hohen Bedarf an speziellen IT-Lösungen haben und sich nicht mit Standard-Produkten begnügen können.

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So müssen viele Deutschland-Niederlassungen ausländischer Konzerne zu T-Home wechseln. Auch die meisten Maschinenbauer finden sich bei T-Home wieder – Unternehmen, die oft mittelständisch geprägt sind, aber weltweit agieren.

In der Autoindustrie zieht sich die Trennlinie mitten durch die Wertschöpfungskette.

Autobauer wie Daimler und Volkswagen bleiben bei T-Systems, viele Zulieferer müssen sich dagegen mit dem Service von T-Home zufriedengeben. Selbst beim Autovermieter Europcar betreibt künftig nicht mehr T-Systems das europaweite Sprach- und Datennetz, sondern T-Home.

Bei der Aufteilung ging Clemens sehr schematisch vor. Den Sprung in die Top-Kundenliga schafften nur die jeweils 200 größten Abnehmer von IT-Diensten und klassischen Telekom-Diensten. Weil es dabei Überschneidungen gab, durften auch noch 100 Unternehmen mit „großem Potenzial“ bei T-Systems bleiben.

Auch Kundenorganisationen wie der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT) üben an der Umstrukturierung von T-Systems Kritik. „Nur noch die 400 Größtkunden will die Telekom offenbar mit kompletten Systemlösungen bedienen“, wundert sich DVPT-Vorstand Hans-Joachim Wolff. „Die übrigen Geschäftskunden werden sich dann wohl in Zukunft noch mehr als bisher bei den Wettbewerbern umschauen.“

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