Deutsche Telekom: Obermann ist das Grinsen vergangen

KommentarDeutsche Telekom: Obermann ist das Grinsen vergangen

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René Obermann, Vorstandschef der Deutschen Telekom, ist Botschafter einer Friedensschule

Das Grinsen ist René Obermann erst einmal vergangen. Spitzelaffäre, Datenskandal, Serviceprobleme und ein nicht enden wollende Kundenschwund im Festnetz zehren an den Nerven des Telekom-Chefs. Ein Kommentar von WirtschaftsWoche-Redakteur Jürgen Berke.

Sehr ernst und konzentriert trug Obermann heute Vormittag die jüngsten Geschäftszahlen des Ex-Monopolisten vor und erweckte den Eindruck, dass die weltweite Finanzkrise an der Deutschen Telekom abprallt.

Internet und Handy gehören inzwischen zur Grundausstattung jedes Haushalts. Daran wird auch in Krisenzeiten zuletzt gespart. Insgeheim hegt Obermann sogar die Hoffnung, dass seine Großkundensparte T-Systems zur den Krisengewinnlern zählt.

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Viele Konzerne überlegen, ob sie nicht ihre explodierenden IT-Kosten kappen und ihre Rechenzentrum an T-Systems oder einem anderen Dienstleister auslagern sollten – ein kleiner Hoffnungsschimmer für die in den vergangenen Jahren so arg gebeutelte IT-Sparte.

Nur einmal hellte sicht Obermanns Mine so richtig auf.

Erstmals kehren verloren geglaubte Festnetzkunden zur Telekom zurück. Seit Jahresbeginn kündigten bereits 150000 Kunden ihren Anschluss bei der preiswerteren privaten Konkurrenz und surfen jetzt wieder über den schnellen T-DSL-Anschluss von T-Home.

Einer der Architekten dieses Vertriebserfolgs muss allerdings jetzt seinen Posten räumen.

Philipp Humm hat die Mitverantwortung für die Datenpannen bei T-Mobile übernommen und tritt als Vorsitzender der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland zurück. Künftig, so die Verabredung mit Konzernchef Obermann, soll sich Humm ganz auf seine zweite Funktion als Vertriebsvorstand von T-Home konzentrieren und diesen Bereich neu aufstellen.

Vor allem den Geschäftskunden bereitet der allzu sorglose Umgang der Telekom mit Kundendaten einige Sorgen. Um diese Kundengruppe soll sich Humm jetzt auch kümmern. Was aussieht wie eine Strafversetzung ist in Wirklichkeit eine interne Beförderung.

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